• IT-Karriere:
  • Services:

Australien: Facebook und Google bekommen Bezahlzwang für Medien

Ideen zur Freiwilligkeit sind gescheitert, nun will Australien Google und Facebook zu Zahlungen an Medien zwingen.

Artikel veröffentlicht am ,
Australiens Finanzminister Josh Frydenberg bei der Vorstellung der Pläne
Australiens Finanzminister Josh Frydenberg bei der Vorstellung der Pläne (Bild: AAP Image/Daniel Pockett/Reuters)

Die Australische Kommission für Wettbewerb und Verbraucherschutz (ACCC) hat wie erwartet einen Entwurf für einen verpflichtenden Verhaltenskodex veröffentlicht, der große IT-Konzerne wie Google und Facebook zur Zahlung an Medien verpflichtet. Die Regeln sollen laut Finanzminister Josh Frydenberg gesetzlich verankert werden, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet.

Stellenmarkt
  1. ERGO Group AG, Düsseldorf
  2. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Nürnberg

Wie sich bereits im Frühjahr dieses Jahres abgezeichnet hat, haben die Diskussionen um einen Verhaltenskodex auf freiwilliger Basis zu keiner Lösung geführt. Der angestrebte Verhaltenskodex wird deshalb nun also verpflichtend eingeführt. Die Zahlungen von Google oder Facebook an Medienunternehmen sollen demnach "im guten Glauben verhandelt" werden, berichtet das australische Magazin 9 News.

Die Verträge sollen dabei individuell oder gemeinschaftlich verhandelt werden können. Sollte es innerhalb von drei Monaten zu keiner Einigung kommen, sieht der Entwurf zwingend eine Schlichtung vor. Sollte auch diese nach weiteren 45 Tagen scheitern, soll letztlich die ACCC im Auftrag der Regierung entsprechende Vertragsinhalte und vor allem die Höhe der Zahlungen beziehungsweise Vergütungen festsetzen.

Mitteilung über Änderungen am Ranking

Der Kodex enthält zusätzlich dazu die Verpflichtung, Änderungen an Algorithmen, "die sich auf das Nachrichtenranking, die Anzeige von Nachrichteninhalten und die Werbung mit Nachrichteninhalten auswirken" mindestens 28 Tage vor Umsetzung an die Medienkonzerne zu melden, so Frydenberg. Bei Verstößen sieht die Regierung außerdem Strafzahlungen von bis zu 10 Millionen Australische Dollar (rund 6 Millionen Euro), das Dreifache des erzielten Vorteils oder 10 Prozent des Jahresumsatzes vor. Dabei sei immer der höchste Betrag maßgeblich.

Google kontert die Pläne laut Reuters mit dem Hinweis auf die "Milliarden von Klicks", die das Unternehmen australischen Medienunternehmen beschere. Diese würden außerdem nichts dazu beitragen, "die grundlegenden Herausforderungen bei der Schaffung eines Geschäftsmodells zu lösen, das für das digitale Zeitalter geeignet ist", heißt es weiter.

Das Vorgehen Australiens ist vergleichbar mit der Einführung des Leistungsschutzrechts für Presseverleger in Europa. Zuletzt hatte die französische Wettbewerbsbehörde Google dazu verpflichtet, mit den Medien über Lizenzzahlungen zu verhandeln. Nach Ansicht der Behörde hat Google mit Hilfe seiner Marktmacht von den Medien Gratislizenzen für Snippets erzwungen. In Deutschland steht die Umsetzung der entsprechenden EU-Richtlinie noch aus. Google hat jedoch auch eine Initiative angekündigt, um Lizenzen an ausgewählte Medien zu zahlen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 142,85€
  3. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Lanski 15:03 / Themenstart

Das ist weit ab vom Thema und klein gedacht bis falsch. Es gibt eben keine 90...

inco 03. Aug 2020 / Themenstart

So wie z. B. Zahlungen an Freenet für die UN&#8220...

Spekulant 02. Aug 2020 / Themenstart

Mit wrlcher Selbstverständlichkeit die immer die Hand aufhalten. Dieses parasitäre...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Neue Funktionen in Android 11 im Überblick

Wir stellen die neuen Features von Android 11 kurz im Video vor.

Neue Funktionen in Android 11 im Überblick Video aufrufen
Garmin Instinct Solar im Test: Sportlich-sonniger Ausdauerläufer
Garmin Instinct Solar im Test
Sportlich-sonniger Ausdauerläufer

Die Instinct Solar sieht aus wie ein Spielzeugwecker - aber die Sportuhr von Garmin bietet Massen an Funktionen und tolle Akkulaufzeiten.
Von Peter Steinlechner

  1. Wearables Garmin Connect läuft wieder
  2. Wearables Server von Garmin Connect sind offline
  3. Fenix 6 Garmin lädt weitere Sportuhren mit Solarstrom

Luftfahrt: Warum die Ära der Großraumflieger bald endet
Luftfahrt
Warum die Ära der Großraumflieger bald endet

Sie waren die Giganten der Lüfte. Doch wie es so oft mit Giganten ist: Sie werden von kleineren Konkurrenten verdrängt.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. E-Mobilität Verein plant Elektroflug von der Schweiz nach Norderney
  2. Elektrisches Fliegen EAG plant hybridelektrisches Verkehrsflugzeug
  3. Tempest BAE Systems erwägt Elektroantrieb für Kampfflugzeug

Programmierer als Künstler: Von der Freiheit, Neues in Code zu denken
Programmierer als Künstler
Von der Freiheit, Neues in Code zu denken

Abgabetermine und Effizienzansprüche der Auftraggeber drängen viele dazu, Code nach Schema F abzuliefern. Dabei kann viel Gutes entstehen, wenn man Programmieren als Form von Kunst betrachtet.
Von Maja Hoock

  1. Ubuntu Canonical unterstützt Flutter-Framework unter Linux
  2. Complex Event Processing Informationen fast in Echtzeit auswerten
  3. Musik Software generiert Nirvana-Songtexte

    •  /