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Ausstieg: Permira verdient fast 6 Milliarden Euro mit Teamviewer

Der Einstieg bei Teamviewer war Permiras wohl erfolgreichste Beteiligung. Der Aktienkurs von Teamviewer erreicht ein neues Tief.
/ Achim Sawall
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Der Hauptsitz des deutschen Unternehmens Teamviewer in Göppingen im Jahr 2019 (Bild: EUTERS/Michael Dalder)
Der Hauptsitz des deutschen Unternehmens Teamviewer in Göppingen im Jahr 2019 Bild: EUTERS/Michael Dalder

Der Finanzinvestor Permira hat elf Jahre nach seinem Einstieg bei dem Softwareentwickler Teamviewer alle Anteile wieder verkauft. Die Beteiligungsgesellschaft trennte sich von ihren letzten verbliebenen Aktien und erzielte damit einen Bruttoerlös von fast 115 Millionen Euro, wie das Unternehmen am 4. September 2025 mitteilte(öffnet im neuen Fenster) . Insgesamt nahm Permira über die Jahre mehrere Milliarden Euro ein.

Mit Videokonferenzen, Dateitransfers und VPN erhalten Privatnutzer von Teamviewer eine eingeschränkte Freeware-Version, für Firmenkunden gibt es eine kostenpflichtige Version, für die sogenannte Billings berechnet werden.

Laut Finanzkreisen hat der Investor sein eingesetztes Eigenkapital mehr als verzehnfacht, berichtet die dpa.(öffnet im neuen Fenster) Die Übernahme und der anschließende Verkauf des Softwareunternehmens dürfte damit eine der erfolgreichsten Permira-Transaktionen weltweit sein.

Bei seinem Börsengang im September 2019 wurde Teamviewer mit 5,25 Milliarden Euro bewertet. Die Einnahmen aus dem IPO von rund 2,2 Milliarden Euro gingen komplett an Permira. Der Investor zahlte fünf Jahre zuvor nur 870 Millionen Euro für Teamviewer.

Höhenflug der Aktie zu Corona-Zeiten

In der Folgezeit trennte sich Permira mehrmals von Aktienpaketen. Insgesamt brachten der IPO und der gestaffelte Verkauf von Anteilen knapp sechs Milliarden Euro.

Das Unternehmen hatte zuvor noch eine Beteiligung von 14 Prozent bei Teamviewer. Wie laut dpa aus Finanzkreisen verlautete, wurden danach immer wieder Anteile am Markt verkauft. Das letzte, nun veräußerte Aktienpaket habe deshalb sieben Prozent entsprochen. Nach dieser Platzierung hält der Investor eigenen Angaben zufolge keinerlei Aktien an dem Softwarehersteller mehr.

Teamviewer war in der Coronapandemie besonders erfolgreich. Viele Menschen nutzten vom Homeoffice aus die Fernwartungs- und Homeoffice-Software des Unternehmens aus dem schwäbischen Göppingen.

Durch die guten Geschäfte stieg der Kurs im Juli 2020 bis auf fast 55 Euro. Noch im Februar 2021 verkaufte Permira 13,2 Millionen Aktien für 44,50 Euro das Stück.

Lange hielt der Zuwachs nicht an. Der Kurssturz der Aktie führte bis Oktober 2022 zum bisherigen Tiefststand von gerade noch knapp 7,7 Euro.

Auch 2025 ist die Performance bisher schwach. Durch die aktuellen Kursverluste nach der Platzierung liegt die Aktie wieder leicht im Minus. Die Teamviewer-Aktien fielen durch den Verkauf der letzten Anteile des Finanzinvestors um bis zu sechs Prozent auf 9,165 Euro.


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