Ausstieg: Massenentlassungen in Microsofts Smartphone-Sparte
Microsoft hat erneut Massenentlassungen angekündigt. Im Smartphone-Bereich verlieren 1.850 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz, 950 Millionen US-Dollar werden abgeschrieben. Das gab Microsoft am 25. Mai 2016 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Davon seien 200 Millionen US-Dollar für Abfindungen vorgesehen. Am härtesten ist Finnland betroffen, wo 1.350 Jobs vernichtet werden.
Der Softwarekonzern stellt weiterhin drei Lumia-Smartphones her. In einer E-Mail an die Beschäftigten erklärte(öffnet im neuen Fenster) Terry Myerson, Executive Vice President der Microsoft Windows und Devices Group, dass sich das Unternehmen angeblich nicht komplett aus dem Geschäft mit Smartphones zurückziehe. Es würden weiterhin "großartige neue Geräte entwickelt", beteuerte Myerson. "Wir bauen ab, aber wir ziehen uns nicht zurück".
Abbau im Mikrobereich
Doch bei Microsofts Smartphone-Geschäft ist ein Abbau nicht mehr machbar, ohne damit den Ausstieg einzuleiten: Laut Angaben von Gartner fiel der Marktanteil von Smartphones mit Windows-Betriebssystem von 2,5 Prozent auf 0,7 Prozent. Im aktuellen Berichtsquartal hatte Microsoft nur noch 2,3 Millionen Lumia-Smartphones verkauft. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden noch 8,6 Millionen abgesetzt und damit fast vier Mal so viele.
Microsoft verkaufte in diesem Monat zudem seinen Geschäftsbereich für einfache Mobiltelefone an die Foxconn-Tochter FIH Mobile. Der Kaufpreis betrug 350 Millionen US-Dollar. Von dem Verkauf sind 4.500 Beschäftigte betroffen, die künftig für die Foxconn-Firma arbeiten werden.
Microsoft hatte im September 2013 Nokias Geschäft mit Mobiltelefonen, Diensten und dazugehörigen Patenten für rund 5,44 Milliarden Euro gekauft.
Im Juli 2015 hatte Microsoft bereits angekündigt, 80 Prozent der Kaufsumme von Nokias Handygeschäft abzuschreiben und feuerte 7.800 Arbeiter aus dem Bereich.
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