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Ausstieg: Hausakkus für Siemens kein Zukunftsgeschäft

Siemens stellt den hauseigenen Strom-Heimspeicher Junelight offiziell ein. Die Solarspeicherakkus scheinen nicht genügend Geld zu bringen.
/ Andreas Donath
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Junelight (Bild: Siemens)
Junelight Bild: Siemens

Siemens stellt ab Oktober 2020 die die Vermarktung des Hausakkuspeichers Junelight(öffnet im neuen Fenster) ein. Das bestätigte ein Sprecher des Konzerns dem Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) .

Das Unternehmen hebt hervor, dass Solarspeicher zwar ein wichtiger Baustein für die Energiewende seien, doch entsprächen sie nicht den Wachstumskriterien des Unternehmens. Anders ausgedrückt: Sie werfen nicht genügend Gewinn ab. Siemens erklärte, dass sich der Markteintritt als schwieriger erwiesen habe als erwartet.

Dabei ist der Konzern in diesem Bereich noch nicht lange tätig. Erst vor eineinhalb Jahren war das Unternehmen mit seinem Solarspeicher auf den Markt gegangen. Mit 200.000 Speichern ist Deutschland laut Handelsblatt nach Japan der zweitgrößte Markt für solche Akkus weltweit.

Branchenbeobachter reagieren auf den Schritt mit Unverständnis: "Im Kontext des anhaltenden Wachstums des deutschen Solarmarktes und damit einhergehend immer neuen Rekordmarken bei den Anbietern für Heimspeicherlösungen ist es schwer zu verstehen, dieses Zukunftsfeld aufzugeben" , sagte Markus Hoehner, Geschäftsführer des Marktforschungsunternehmens EuPD Research.

Der Heimspeichermarkt sei allerdings sehr sehr wettbewerbsintensiv, was bedeutet, dass entsprechende Zeit und Ressourcen benötigen werden, um sich auf dem Markt zu positionieren. Diese Geduld scheint Siemens nicht aufwenden zu wollen: Das Unternehmen hat offenbar schneller hohe Marktanteile erwartet.

Die bisherigen Kunden müssen sich um ihre Anlagen nicht sorgen. Der Service wird fortgesetzt.


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