Ausstieg des DoD: Intel verliert 2,5 Milliarden US-Dollar Förderung

Auch in den USA läuft nicht alles rund mit den Subventionen für Halbleiter. Das Verteidigungsministerium will für ein Projekt mit Intel nicht mehr zahlen.

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Wo sind die Milliarden hin?
Wo sind die Milliarden hin? (Bild: Nicola Barts, Pexels/CC0 1.0)

In Deutschland hat der Wegfall des Klima- und Transformationsfonds für Unsicherheit bei der Subventionierung neuer Halbleiterfabriken geführt. Und auch in den USA läuft nicht alles glatt: So hat der Wirtschaftszeitung Bloomberg zufolge das US-Verteidigungsministerium eine geplante 2,5 Milliarden US-Dollar schwere Zahlung an Intel abgesagt. Gedacht war das Geld für eine sogenannte sichere Enklave, einen abgetrennten Bereich einer Fab. In dem sollen sensible Chips für das US-Militär gefertigt werden, die als besonders kritisch für die nationale Sicherheit gelten.

Unklar ist noch, wie sich der Rückzug des Verteidigungsministeriums auf die geplanten Zahlungen aus dem US Chips Act auswirkt. Das für diesen zuständige Handelsministerium, das bereits eine weitere Milliarde US-Dollar des Projekts tragen sollte, könnte versuchen, die Lücke zu schließen – was weniger Geld für andere Unternehmen bedeuten würde. Möglich wäre das, bislang wurden lediglich für kleinere Projekte Zahlungen bewilligt. Müsste das Handelsministerium umplanen, könnte dies die größeren Posten, etwa für Intel, weiter verzögern. Intel-CEO Pat Gelsinger zeigte sich im Februar noch zuversichtlich, dass die Zusagen "sehr bald" kämen.

Bloomberg zufolge verhandelt sein Unternehmen über ein Subventionsvolumen von 10 Milliarden US-Dollar aus dem Chips Act. Ein Wegfall der erhofften 2,5 Milliarden US-Dollar wäre also schmerzlich für Intel. Zuletzt machte Handelsministerin Gina Raimondo bereits klar, dass die Antragsteller sich mit weniger Geld zufriedengeben müssten als erhofft. Die Nachfrage übersteige schlicht das Volumen des Förderprogramms. Daneben könnte Intel noch einen Kredit oder Kreditgarantien des Handelsministeriums erhalten, wofür noch einmal 75 Milliarden US-Dollar zur Verfügung stehen. Die sind bei den Unternehmen Bloomberg zufolge aber weniger beliebt als die Subventionszahlungen.

Kritik der Konkurrenz

Kritik an der Förderung für Intel kam insbesondere von Globalfoundries. Der Auftragsfertiger arbeitet ebenfalls mit dem Verteidigungsministerium zusammen und betreibt mehrere Werke in den USA – und würde ebenfalls gern Subventionen für seine Fertigung erhalten.

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