Argument 2: Fortgeschrittene Moleküle = überall Leben möglich

Bei der Abiogenese spricht man auch von chemischer Evolution. Wissenschaftlern zufolge begann sie bereits im Erdzeitalter Hadaikum vor etwa vier Milliarden Jahren. Es dauerte mindestens 3,4 Milliarden Jahre, bis die ersten multizellulären Lebewesen auftraten. Grob können wir festhalten: Genauso lange gab es auf der Erde also Leben in einzelliger Form.

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Multizelluläres Leben trat erst während der sogenannten Explosion des Lebens im Kambrium vor circa 600 Millionen Jahren auf: Dann vereinigten sich Zellen zu vielzelligem Leben.

Welche Elemente und Stoffe braucht nun das Leben? Ohne Ausnahme benötigen alle Lebewesen der Erde Wasser zum Überleben. Auch basieren alle Lebensformen auf Kohlenstoff. Das sind schonmal zwei Stoffe, die häufig im Universum auftreten.

Hinzu kommen einige organische Moleküle wie Benzin, Harnstoff, Zucker und selbst Aminosäuren - diese bilden sich auf natürlichem Wege auf Staubkörnern in interstellaren Gas- und Staubwolken und auf Kometen. Das Vorhandensein komplexerer Moleküle nahezu überall im Universum wird gern als Argument dafür genommen, dass die Abiogenese eine gute Grundlage habe.

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Doch dürfen Wissenschaftler aus dem schieren Vorhandensein dieser Teilchen nicht schließen, dass es zwangsläufig zu dem kommen muss, was wir auf der Erde erleben. Das wäre Voreingenommenheit und damit unwissenschaftlich.

Der Fakt allein macht Leben im Kosmos noch nicht allgegenwärtig. Er sagt außerdem rein gar nichts über die Wahrscheinlichkeit aus, dass diese Chemikalien genau in der richtigen Art und Weise zusammenfinden und ein sich selbst kopierendes chemisches Netzwerk erschaffen, das zu Darwin'scher Evolution fähig ist.

Kein einziges Laborexperiment hier auf der Erde war jemals erfolgreich darin, Leben aus einer Art Ursuppe herzustellen, deren Konditionen jenen der Erde am Anfang ähnelten - ein Versuch, der zum ersten Mal von Stanley Miller und Harold Urey 1952 an der Universität von Chicago getätigt wurde. Zwar sind Forscher seitdem sehr erfolgreich in der Entwicklung weiterer Experimente gewesen, doch die Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen waren auch hier eher spekulativ als konkret.

Wir wissen bislang nicht, welche Eigenschaften einer Umgebung neben den biochemischen Grundlagen gebraucht werden oder welche Reihenfolge der Reaktionen es benötigt, um überhaupt ein replikationsfähiges Molekül hervorzubringen. Dennoch wird dieser Gedankengang gern von folgender Überlegung begleitet: Zeigt nicht die starke Verbreitung von Leben auf der Erde über viele Lebensräume hinweg seine große Anpassungsfähigkeit?

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 Argument 1: Viele Milliarden Sterne = viele bewohnte PlanetenArgument 3: Angepasste Lebewesen auf der Erde = Anpassung auch auf anderen Planeten 
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Zoy 00:12 / Themenstart

Ein Klotz zu formen, den ich nicht heben kann, kann ich auch als Menschen. Und den...

Kakiss 28. Jun 2022 / Themenstart

Andere Menschen mit dem gleichen zivilisatorischen und technischen Stand wie wir. Das...

Holyzarquon 27. Jun 2022 / Themenstart

Dem könnte man noch hinzufügen: Es gibt Theorien, nach denen sich das Leben an Plätzen...

forenuser 27. Jun 2022 / Themenstart

Da diese ganzen chemischen und (quanten)-physikalischen Prozesse bereits vor Entstehung...

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