Außerirdische Intelligenz: Warum haben wir noch keine Aliens gefunden?

Seit Jahrzehnten gucken wir mit Teleskopen tief ins All. Außerirdische haben wir zwar bisher nicht entdeckt, das ist aber kein Grund, an ihrer Existenz zu zweifeln.

Artikel von Miroslav Stimac veröffentlicht am
Fantasien über Außerirdische gibt es viele, gezeigt haben sie sich uns aber noch nicht.
Fantasien über Außerirdische gibt es viele, gezeigt haben sie sich uns aber noch nicht. (Bild: USA TODAY NETWORK)

Die Antwort auf die Frage, ob es Außerirdische gibt, lautet mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit: Ja! Das Universum ist unvorstellbar, vielleicht sogar unendlich groß. Daher ist auch die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass nicht nur Leben, sondern auch intelligentes Leben außerhalb der Erde existiert.

Unsere Galaxie, die Milchstraße, hat zwischen 100 und 400 Milliarden Sterne. Und sie ist nur eine von Billionen Galaxien im beobachtbaren Universum, also jenem Teil des Weltalls, dessen Licht uns seit dem Urknall erreicht. Es wäre sehr verwunderlich, wenn nur auf der Erde, einem Gesteinsplaneten in einer elliptischen Umlaufbahn um einen Stern namens Sonne, intelligentes Leben existieren würde.

Trotzdem haben wir noch keinen Kontakt aufgenommen - beziehungsweise noch niemanden gefunden, zu dem man überhaupt Kontakt aufnehmen könnte. Warum? Diese Frage stellte sich der Physiker Enrico Fermi schon Mitte des 20. Jahrhunderts. Nach ihm wurde das sogenannte Fermi-Paradoxon benannt: In unserer Milchstraße gibt es so viele Sterne und Planeten, dass man erwarten würde, zahlreiche intelligente Zivilisationen zu finden, und trotzdem haben wir noch keine entdeckt.

Um dieses Paradoxon, also den Widerspruch zwischen Erwartung und Beobachtung, zu lösen, gibt es mehrere Ansätze.

Leben wir im Outback unserer Galaxie?

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Es könnte zum Beispiel an der Technik liegen. Die Frage würde also lauten: Warum haben wir mit unseren technischen Mitteln noch keine intelligenten Außerirdischen in unserer Gegend der Milchstraße gefunden? Denn unsere gegenwärtigen Mittel, das heißt unsere Teleskope, die den Himmel nach Quellen elektromagnetischer Strahlung unterschiedlicher Wellenlängen - also sichtbarem Licht, UV, Infrarot, Radiowellen und so weiter - absuchen, ermöglichen uns nur, in unserer Nachbarschaft nach Außerirdischen zu suchen. Genauer gesagt in einem Teil unserer Milchstraße innerhalb eines Radius von bis zu einigen Tausend Lichtjahren. Insgesamt hat die Milchstraße einen Durchmesser von mehr als 100.000 Lichtjahren.

Möglicherweise haben wir also keine intelligenten Außerirdischen gefunden, weil es in unserer Gegend der Milchstraße einfach keine gibt. Wir hätten damit schlicht und ergreifend das Pech - oder vielleicht das Glück, denn die Außerirdischen könnten uns ja auch feindlich gesonnen und dabei technisch überlegen sein -, in unserem Bereich der Galaxie die einzige intelligente Lebensform zu sein.

Doch wie groß ist überhaupt die Wahrscheinlichkeit, dass intelligente außerirdische Zivilisationen in unserer Galaxie existieren? Einen Versuch, dies statistisch zu schätzen, unternahm der Astrophysiker Frank Drake, dessen Drake-Gleichung viele Fans von Science-Fiction-Geschichten wenigstens vom Namen her kennen.

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Wie viele intelligente außerirdische Zivilisationen gibt es im Universum? 
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Fernando-05 05. Jul 2020

Auch wenn das ganze Universum eine Simulation ist, heisst das ja nicht dass Gott alles...

Eheran 01. Jul 2020

Die Sache ist die: Bei zu hohen Energien verpufft der Großteil einfach. Da der Feuerball...

Crass Spektakel 01. Jul 2020

Es gibt einen sehr einfachen Grund warum die Erde relativ selten ist: Das Universum ist...

dbettac 01. Jul 2020

Welche der vielen Pyramiden, die es gibt, meinst Du? Jeder Stock, Stein, Baum usw. ist...

dbettac 01. Jul 2020

Das erklärt natürlich, warum wir keine millionen Jahre alten Fossilien finden. Oh, warte...



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