Suchen wir Außerirdische mit den falschen Mitteln?

Bei Mobilfunk, Antennenfernsehen und Satellitenfernsehen werden Daten über Funkwellen, also elektromagnetische Wellen übertragen. Diese Technologie hat ihre Ursprünge Ende des 19. Jahrhunderts, als es dem italienischen Physiker Guglielmo Marconi zum ersten Mal gelang, mittels elektromagnetischer Wellen Signale über den Ärmelkanal zu übertragen.

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Doch menschliche Zivilisationen sind viel älter und Hochkulturen wie jene des antiken Ägypten verfügten über große Intelligenz und Kreativität, auch wenn sie keine Funkkommunikation beherrschten. Obwohl erste menschliche Kulturen schon vor über 10.000 Jahren existierten und die Gründungszeiten bekannter Hochkulturen immerhin mehrere Tausend Jahre in die Vergangenheit zurückreichen, verfügen wir erst seit etwa 120 Jahren über die technologische Fähigkeit, Funkwellen als Kommunikationsmittel zu verwenden.

Eine Frage der richtigen Empfangsgeräte

Da stellt sich die Frage, wie lange wir Funkwellen als Kommunikationsmittel überhaupt verwenden werden - und ob und wann sie durch eine ganz andere Technologie ersetzt werden könnten. Vielleicht haben außerirdische Zivilisationen das Funkwellenzeitalter längst hinter sich gelassen und kommunizieren mit ganz anderen Mitteln, nach denen wir nicht suchen oder die wir nicht erkennen können.

Beispielsweise ist es nach Meinung des Weltraumanalysten Morris Jones vorstellbar, dass Kommunikation mittels Neutrinos erfolgen könnte. Neutrinos sind Teilchen, die weder mit elektrischen noch mit magnetischen Feldern interagieren und zudem auch mit Materie sehr selten in Wechselwirkung treten. Sie befinden sich überall um uns herum. Milliarden Neutrinos treffen auf jeden Quadratzentimeter der zur Sonne gerichteten Seite der Erdoberfläche und die meisten durchfliegen die Erdkugel, als wäre sie hohl.

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Wir können Neutrinos nur mit einem sehr hohen technischen Aufwand messen. Hätten wir die Technologie, um sehr empfindliche Detektoren herzustellen, könnten wir Neutrinoteleskope konstruieren und mit ihnen vielleicht nicht nur das Innere von Sternen als natürliche Neutrinoquelle beobachten, sondern möglicherweise auch die Kommunikationssignale von Außerirdischen empfangen. Der Wert der Variable L der Drake-Gleichung, nämlich die Dauer, wie lange Zivilisationen elektromagnetische Wellen als Kommunikationsmittel ins All senden, könnte also sehr klein sein.

Deshalb ist es sinnvoll, nach intelligenten Außerirdischen nicht nur zu suchen, indem man mit Radioteleskopen nach auffälligen Mustern in elektromagnetischen Wellenbändern Ausschau hält, sondern auch andere Methoden einzusetzen. Eine Methode ist es, mittels Hochleistungsteleskopen und der Spektralanalyse des empfangenen Lichts nach vermutlich künstlich geschaffenen Molekülen in Atmosphären ferner Exoplaneten zu suchen. Ein solches Molekül wäre beispielsweise das FCKW auf der Erde, das durch Menschen produziert wurde.

Von 4.000 Exoplaneten sind 55 möglicherweise bewohnbar

Ob wir damit mehr Erfolg haben werden als mit Radioteleskopen, wird sich noch zeigen. Nach Exoplaneten wird ja noch gar nicht so lange gesucht. Die ersten wurden in den 1990er Jahren entdeckt, mittlerweile wurden mehr als 4.000 Exoplaneten gefunden, davon etwa 55, die möglicherweise bewohnbar sind.

Es könnte also sein, dass wir gar nicht die passenden Empfangsgeräte für Alien-Kommunikation haben. Könnte es am Ende vielleicht sogar so sein, dass wir insgesamt zu eng denken und zu speziell suchen? Was wäre, wenn das Leben im Universum ganz anders ist als auf der Erde?

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Fernando-05 05. Jul 2020

Auch wenn das ganze Universum eine Simulation ist, heisst das ja nicht dass Gott alles...

Eheran 01. Jul 2020

Die Sache ist die: Bei zu hohen Energien verpufft der Großteil einfach. Da der Feuerball...

Crass Spektakel 01. Jul 2020

Es gibt einen sehr einfachen Grund warum die Erde relativ selten ist: Das Universum ist...

dbettac 01. Jul 2020

Welche der vielen Pyramiden, die es gibt, meinst Du? Jeder Stock, Stein, Baum usw. ist...

dbettac 01. Jul 2020

Das erklärt natürlich, warum wir keine millionen Jahre alten Fossilien finden. Oh, warte...



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