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Wie viele intelligente außerirdische Zivilisationen gibt es im Universum?

Drake, einst Vorsitzender des SETI-Instituts (SETI ist die Abkürzung für Search for Extraterrestrial Intelligence, also Suche nach außerirdischen Leben), machte schon 1961 den Versuch, mittels Statistik die Anzahl intelligenter Zivilisationen in unserer Galaxie oder in irgendeinem Bereich des Universums zu ermitteln.

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Seine Drake-Gleichung ist zwar ziemlich lang, aber eigentlich sehr simpel:

N = R ⋅ ƒp ⋅ ne ⋅ ƒl ⋅ ƒi ⋅ ƒc ⋅ L

Zur Erklärung:

  • N ist die Anzahl der intelligenten Zivilisationen, die elektromagnetische Signale ins All emittieren.
  • R ist die jährliche Entstehungsrate von Sternen, die intelligentes Leben ermöglichen können. Das sind in erster Linie sonnenähnliche Sterne, also gelbe und orange Sterne. Möglicherweise kommen auch rote und weiße Zwerge in Betracht.

    Rote Zwerge sind kleine, relativ "kühle" Sterne: Ihre Oberflächentemperatur beträgt in der Regel zwischen 2.500 und 3.500 Grad Celsius. Zum Vergleich: Unsere Sonne ist ein gelber Stern mit einer Oberflächentemperatur von etwa 5.500 Grad Celsius. Weiße Zwerge sind Überbleibsel sonnenähnlicher Sterne nach einer Supernova-Explosion, also das zweite Leben eines solchen Sterns.

    Nur diese drei Arten von Sternen existieren lange genug und haben dennoch genug Leuchtkraft, um das Entstehen von Zivilisationen zu ermöglichen. Sehr große Sterne wie die sogenannten blauen Riesen haben wegen ihrer sehr intensiven Fusionsprozesse zu kurze Lebenserwartungen, explodieren schließlich zu Supernovae und werden dann zu schwarzen Löchern.

  • ƒp ist der Anteil lebensfreundlicher Sterne, die Planetensysteme haben. Planeten, die sich im Orbit anderer Sterne als unserer Sonne befinden, nennt man Exoplaneten.
  • ne ist die durchschnittliche Anzahl von Planeten pro Stern, auf denen Leben entstehen könnte, weil sie weder zu heiß noch zu kalt sind, nach gängiger Meinung flüssiges Wasser haben und bei denen auch sonstige Aspekte wie die chemische Zusammensetzung, Druck und so weiter günstig sind.
  • ƒl ist der Anteil dieser Planeten, auf denen Leben entsteht.
  • ƒi ist der Anteil dieser Planeten, auf denen intelligentes Leben entsteht.
  • ƒc ist der Anteil dieser Zivilisationen, die die Technologie besitzen, um elektromagnetische Wellen als Kommunikationsmittel ins All zu senden.
  • Die letzte Variable ist L, nämlich die Dauer in Jahren, wie lange diese Zivilisationen die elektromagnetischen Wellen als Kommunikationsmittel ins All senden.

Die Drake-Gleichung ist einfach, aber die Variablen sind das Problem.

Die Drake-Gleichung ist simple Schulmathematik, hilft uns aber aktuell nicht weiter, weil wir nur die ersten drei Variablen (R, ƒp, und ne) nach aktuellem Wissensstand mit relativ guten Schätzwerten befüllen können. Die Werte für ƒp und ne kann man sogar erst seit etwa einem Jahrzehnt relativ gut schätzen. Nämlich seitdem bei der Suche nach Exoplaneten erdähnliche Gesteinsplaneten mit vermutetem Vorkommen von flüssigem Wasser gefunden wurden.

Den letzten vier Variablen können wir nicht einmal grobe Schätzwerte zuordnen, weil wir noch keine außerirdischen Lebensformen gefunden haben und somit keine Stichprobe haben, um statistische Werte zu ermitteln. Zwar gibt es Wissenschaftler, die Schätzwerte für diese Variablen angeben. Diese basieren aber nicht auf repräsentativem Erfahrungswissen, das durch Beobachtungen gewonnen wurde, sondern sind nur Vermutungen.

Dank weiterer technischer Fortschritte in der Teleskop- und Auswertungstechnik wird sich mit der Zeit unsere Leistungsfähigkeit auf der Suche nach außerirdischen Intelligenzen erhöhen und wir werden neue Exoplaneten finden. Somit bleibt die Hoffnung, dass wir früher oder später außerirdisches Leben und vielleicht sogar intelligente Aliens finden werden.

Die zwar zunehmende, aber immer noch zu geringe Reichweite unserer Teleskope könnte ein Grund sein, weshalb wir noch keinen Kontakt zu Aliens haben. Doch was wäre, wenn es intelligente, außerirdische Zivilisationen direkt in unserer Nachbarschaft gibt - sie aber nicht gefunden werden wollen?

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 Außerirdische Intelligenz: Warum haben wir noch keine Aliens gefunden?Wollen die Aliens nicht gefunden werden? 
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Fernando-05 05. Jul 2020

Auch wenn das ganze Universum eine Simulation ist, heisst das ja nicht dass Gott alles...

Eheran 01. Jul 2020

Die Sache ist die: Bei zu hohen Energien verpufft der Großteil einfach. Da der Feuerball...

Crass Spektakel 01. Jul 2020

Es gibt einen sehr einfachen Grund warum die Erde relativ selten ist: Das Universum ist...

dbettac 01. Jul 2020

Welche der vielen Pyramiden, die es gibt, meinst Du? Jeder Stock, Stein, Baum usw. ist...

dbettac 01. Jul 2020

Das erklärt natürlich, warum wir keine millionen Jahre alten Fossilien finden. Oh, warte...


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