Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Außenwerbung: Telekom setzt digitale Displays auf Verteilerkästen

Die Telekom rüstet ihre Verteilerkästen mit LED-Displays für Digital Out of Home (DooH) Werbung aus. Dort könnten auch Nachrichten und Warnsysteme laufen.
/ Achim Sawall
18 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Awk Außenwerbung hofft auf viele interessierte Blicke. (Bild: Awk Außenwerbung)
Awk Außenwerbung hofft auf viele interessierte Blicke. Bild: Awk Außenwerbung

Die Telekom Deutschland und Awk Außenwerbung bieten zusammen Werbeplätze mit digitalen Displays auf Verteilerkästen des Netzbetreibers. Das gab der Werbeplatzanbieter am 20. April 2026 auf Linkedin(öffnet im neuen Fenster) bekannt: "Im ersten Schritt werden 250 solcher Bildschirme in Düsseldorf und München installiert."

Nach dem Rollout der LED-Displays für Digital Out of Home (DooH) im Mai soll Anfang Juni die Vermarktung anlaufen.

Neben der Ausstrahlung von Spots der Werbekunden könnten die Displays auch lokale Stadt- und Kulturinformationen, Nachrichten und eine Anbindung an Warnsysteme schaffen, erklärte Awk Außenwerbung. Außerhalb der Betriebszeiten von 6 Uhr bis 24 Uhr sollen die Displays dunkel bleiben.

Graue Kästen der Telekom sind ein Kulturgut geworden

Für die bisherige analoge Werbung auf den Multifunktionsgehäusen setzt die Telekom meist auf Alu-Wechselrahmen im Format DIN A1, die auf den Kästen montiert werden.

Die Telekom erlaubt seit Juli 2015 auch Graffiti-Kunstwerke auf ihren Multifunktionsgehäusen. Das Projekt "Aus Grau wird Bunt" entwickelte sich seit seinem Start im Juli 2015 von einer kleinen Pilotidee zu einem echten Massenphänomen und einem festen Bestandteil des deutschen Stadtbildes. Deutschlandweit gibt es rund 350.000 Multifunktionsgehäuse (MFG) der Telekom.

Bis zum 8. Mai 2026 will eine Initiative 240.000 Unterschriften sammeln, damit es bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl 2026 zur Abstimmung über das neue Werberegulierungsgesetz kommt. Hauptinhalt: Digitale Werbeanlagen und Anlagen mit Wechsellicht sollen verschwinden.

"Besonders störend sind Werbemonitore mit animierten und bewegten Inhalten. Denn bewegte Bilder an der Peripherie unseres Gesichtsfeldes erregen automatisch unsere Aufmerksamkeit und lösen ein erhöhtes Maß an Wachsamkeit und Stress aus, wodurch die Speicherung der Werbebotschaft gefördert wird", erklärte das Volksbegehren Berlin Werbefrei(öffnet im neuen Fenster).


Relevante Themen