Ausrüster: Wi-Fi 802.11ax wird den Mobilfunk nicht ersetzen

Wi-Fi und Mobilfunk werden immer leistungsfähiger. Doch der Mobilfunk sei durch seine zentralisierte Frequenzverwaltung robuster, erklärt ein Huawei-Experte. In einigen Bereichen werde 5G das WLAN sogar verdrängen.

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Verkaufen will Huawei beides: 5G und Wi-Fi6
Verkaufen will Huawei beides: 5G und Wi-Fi6 (Bild: Huawei)

Auch mit 802.11ax werde Wi-Fi den Mobilfunk nicht ablösen: "Die Ausleuchtung größerer Flächen und die effizienteste Frequenznutzung unter hoher Auslastung bleibt ein Vorteil der Mobilfunktechnologien, da diese auf Grund der zentralisierten Frequenzverwaltung robuster reagieren und besser auf die Vermeidung gegenseitiger Störung (Interferenz) durch viele Endgeräte konditioniert sind." Das sagte Michael Lemke, Senior Technology Principal bei Huawei Germany, im Gespräch mit Golem.de.

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Mobilfunk- und Wi-Fi-Technologien entwickelten sich ständig weiter, wie die aktuelle 5G-Definition 3GPP Release 15 und Wi-Fi6 802.11ax zeigten. Die Haupttrends im Bereich Medieninhalte wie 4K/8K, 360-Grad-Video, Augmented- und Virtual Reality sowie die drahtlose Ausspielung und hausinterne Verteilung erforderten entsprechende Anpassungen.

Lemke erklärte: "Beide Technologiearten haben historisch ihre Berechtigung", die Anwendungen entsprächen ihren technischen Charakteristika: der Mobilfunk, der spätestens mit LTE das Versprechen eines leicht zu nutzenden, mobilen kommerziellen Internetzuganges erfülle, mit einigen Abstrichen auch in der Fläche - und Wi-Fi, mit seiner Nutzung freier Frequenzen unverzichtbar im häuslichen Privatumfeld, im gewerblichen und öffentlichen Raum als nomadischer Internetzugang und natürlich als Vernetzungstechnologie im Büro.

Technologisch gesehen ähnele sich der "Fortschritt der beiden Drahtlostechnologien", betonte Lemke. So bei der Belegung von ähnlichen Frequenzbändern unterhalb von 6 GHz, im Bereich der Luftschnittstelle mit wachsenden spektralen Bandbreiten, bei der Modulierung bis zu QAM 1024 oder der Verwendung von mehreren Sende- und Empfangsantennen. Hier habe man "MIMO mit 8T8R für Wi-Fi und 5G bis 64T64R. Im Ergebnis erreichten beide Technologien ähnliche Datenraten im GBit/s-Bereich."

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Grundsätzlich seien beide Technologien für die Nutzung fortschrittlicher Internetdienste geeignet. "Unterschiede liegen weiterhin insbesondere bei der Ressourcenverwaltung der Technologien. Diese ergeben sich aus der Nutzung freier unlizenzierter Frequenzen durch Wi-Fi im Vergleich zu lizensierter Frequenznutzung der Mobilfunktechnologien und damit auch 5G", sagte Lemke. Dies gelte für die klassische Nutzung durch Smartphones, aber auch für die massenhafte Anbindung von IoT-Endgeräten unter strengem netzoptimiertem Batteriemanagement. Bei 5G werde die Technologieentwicklung sogar so weit vorangetrieben, dass die höhere Qualität der Datenübertragung über die Luft bisherige Wi-Fi-basierte Vernetzungsangebote im Fertigungsumfeld teilweise verdrängen werde.

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