Ausrüster: Swisscom setzt auch im Mobilfunk Huawei ein

Mit einem einzigen Lieferanten kann man heute kein Netz bauen, sagte der Swisscom-Chef 2019 über Huawei. Das zeigt sich nun auch ganz praktisch.

Artikel veröffentlicht am ,
Swisscom CTIO Heinz Herren spricht auf dem MWC 2018 positiv über die Zusammenarbeit mit Huawei.
Swisscom CTIO Heinz Herren spricht auf dem MWC 2018 positiv über die Zusammenarbeit mit Huawei. (Bild: Huawei/Screenshot: Golem.de)

Swisscom setzt in seinem Mobilfunknetz nicht nur auf Ericsson, sondern auch auf Huawei. Das berichtet die Schweizer Tageszeitung Le Temps unter Berufung auf öffentlich zugängliche Datenblätter, die 5G-Gegner zusammengetragen haben. Demnach wird Huawei von der Swisscom in Antennenstandorten in Romont (FR), Sivriez (FR), Mézières (VD) und Payerne (VD) eingesetzt.

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Eine Swisscom-Sprecherin sagte Le Temps, es handele sich nur um Antennen ohne Elektronik und um Funkmodule. Die Swisscom habe sich an Huawei gewandt, weil Ericsson die Komponenten nicht im Sortiment habe. Huawei hat dies nicht kommentiert. Anders als Le Temps behauptet, hat Swisscom aber nie erklärt, Huawei aus seinem Mobilfunknetz auszuschließen. Auch gibt es in der Schweiz keine Gesetze oder Verordnungen gegen Huawei wegen der unbewiesenen Spionagevorwürfe der abgewählten Trump-Regierung.

Huawei liefert für die Swisscom G.fast-Bestandteile für das Festnetz. Konkurrent Sunrise setzt auf Huawei für den Bau des 5G-Mobilfunknetzes.

Swisscom-Chef Urs Schaeppi hatte sich im Februar 2019 zu Huawei geäußert. "Wir haben heute keinen Hinweis, dass Spionage in den Netzen betrieben wird", sagte Schaeppi der Nachrichtenagentur AWP: "Wir sind ja nicht ganz blind, wenn wir die Netze betreiben. Wir monitoren sie permanent und schauen, was auf den Netzen passiert." Die Diskussion werde viel zu beschränkt geführt. Moderne Telekommunikationsnetze hätten eine Vielzahl von Lieferanten. "Mit einem einzigen Lieferanten kann man heute kein Netz bauen."

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Mit Trojanern könne man in jede Infrastruktur eindringen, ob die von Cisco oder von Huawei stamme. "Deshalb muss man das ganze Sicherheitskonzept der Infrastrukturen anschauen", sagte Schaeppi. Huawei liefert für die Swisscom G.fast-Bestandteile für das Festnetz. Swisscom benennt Huawei zudem in seiner Rubrik Erfolgsgeschichten. Konkurrent Sunrise setzt auf Huawei für den Bau des 5G-Mobilfunknetzes.

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Karl_far_away 17. Dez 2020

Sunrise hat alles an Huawei ausgelagert und besteht im Endeffekt nur noch aus Marketing...

samoe 16. Dez 2020

Hallo Golem Da ist wohl der Lektor über den Text geflogen... :) Es gibt zwei...



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