Ausrüster: Nokia leidet unter starker 5G-Nachfrage

Nokia kann nicht von den Problemen von Huawei mit der US-Regierung profitieren. Nokias Aktien fielen bei Eröffnung des Handels um 24 Prozent, der größte Rückgang seit 1991.

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Nokia-Hauptsitz
Nokia-Hauptsitz (Bild: Nokia)

Nokia leidet unter hohen Kosten für die Entwicklung und Herstellung von 5G-Mobilfunkausrüstung. Das gab das Unternehmen am 24. Oktober 2019 bekannt. Der finnische Konzern hat den Ausblick gekürzt und wird im dritten und vierten Quartal keine Dividende ausschütten. Nokia rechnet erst 2021 mit einer Erholung, etwa ein Jahr später als bisher.

Nokia erzielte im dritten Quartal einen Nettogewinn von 82 Millionen Euro nach einem Verlust von 79 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Quartalsumsatz stieg um 4,2 Prozent auf 5,69 Milliarden Euro. Die Analysten hatten mit 5,62 Milliarden Euro gerechnet.

"Einige der Risiken, die wir zuvor im Zusammenhang mit der Anfangsphase von 5G angesprochen haben, sind jetzt eingetreten", sagte der Vorstandsvorsitzende Rajeev Suri und wies auf den Preiswettbewerb und die hohen Produktkosten hin. Nokia werde nun mehr für die Entwicklung und Kostensenkung von 5G-Produkten ausgeben, kündigte er an. "Wir gehen davon aus, dass wir diese Probleme im Laufe des nächsten Jahres schrittweise lösen können."

Der Ausrüstungsanbieter senkte die Gewinn- als auch die Margenerwartungen für dieses und das nächste Jahr. "Wir haben ein Problem durch höhere Produktkosten, was zu diesem frühen Zeitpunkt in einem neuen 5G-Zyklus nicht besonders überraschend ist", erklärte Suri in der Telefonkonferenz mit Analysten nach Bekanntgabe der Ergebnisse. "Diese Kosten sinken in der Regel erheblich, wenn der Umfang zunimmt und die Kostenoptimierung fortgesetzt wird."

Laut Suri ist der Preiswettbewerb in China besonders hart und die Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fusion von Telefonanbietern in Nordamerika groß. Dabei bezieht er sich auf die geplante Übernahme von Sprint durch T-Mobile US.

Die Aktie fiel nach Bekanntgabe um mehr als 20 Prozent. Nokia ist gemessen am Umsatz nach Huawei Technologies der zweitgrößte Telekommunikationsausrüster.

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