Ausrüster: Deutsche Konzerne profitieren vom Boom der Rechenzentren in USA
Ein neuer Stromnachfrage-Boom in den USA wird derzeit zum großen Wachstumstreiber für deutsche Konzerne. Das zeigt eine Analyse aktueller Geschäftszahlen und Aktienkurse des Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster). Getrieben wird die Entwicklung vor allem durch den Bau von Rechenzentren in den USA.
Neben den Dax-Konzernen Siemens, Siemens Energy und RWE sagten auch die börsennotierten Unternehmen Hochtief, 2G Energy, Deutz, Pfisterer und Technotrans dem Handelsblatt, dass sie derzeit in ungewöhnlichem Maß vom Strom- und Rechenzentrums-Boom profitierten. Die Aktien der jeweiligen Unternehmen stiegen binnen eines Jahres zwischen 22 und 130 Prozent.
Baukonzern hat Aufträge verdoppelt
Bei dem Baukonzern Hochtief haben sich die Aufträge für Rechenzentren in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verdoppelt. Der Hersteller von Blockheizkraftwerken 2G Energy erwartet, den Umsatz im kommenden Jahr aufgrund eines großen Rechenzentrumsauftrags aus Nordamerika um 20 Prozent zu steigern.
Der Kühlsystemhersteller Technotrans tätigt die größte Investition seiner Unternehmensgeschichte, um die Produktions- und Logistikflächen am Hauptsitz im Münsterland 2027 um mehr als 17.000 Quadratmeter auszuweiten – und so die steigende Nachfrage nach Flüssigkeitskühlsystemen für Rechenzentren zu bedienen.
Dies ist Teil eines europaweiten Trends: Der Aktienindex MLEDATAC der Bank of America, der europäische Datenzentrums-Zulieferer bündelt, ist binnen eines Jahres um 92 Prozent gestiegen.


