Auslieferungsverfahren: Kim Dotcom hofft auf gnädigen Richter

Die Beweisaufnahme im Verfahren gegen Kim Dotcom ist abgeschlossen. Jetzt hofft der Unternehmer auf den Richter - der hatte ihn bereits einmal verschont. Anderenfalls steht Dotcom die Auslieferung in die USA und eine mehrjährige Haftstrafe bevor.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Kim Dotcom im April 2014
Kim Dotcom im April 2014 (Bild: Nigel Marple/Reuters)

Das Schicksal des deutschstämmigen Internetunternehmers Kim Dotcom liegt seit Dienstag in den Händen eines Richters in Neuseeland. Nevin Dawson entscheidet, ob der in den USA wegen massiver Copyright-Verletzungen Angeklagte sowie drei seiner Kollegen ausgeliefert werden oder nicht. Die Beweisaufnahme ging am Dienstag vor einem Gericht in Auckland nach rund zehn Wochen zu Ende. Dotcom war am letzten Tag der Anhörung nicht anwesend.

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"Das ist der Richter, der mich gegen Kaution freiließ", twitterte der 41-Jährige. "Es gibt Hoffnung!" Dotcom war auf US-Antrag bei einer Razzia auf seinem Anwesen bei Auckland 2012 vorübergehend festgenommen worden. Das Gericht nannte keinen Termin für die Urteilsverkündung.

US-Ankläger wollen Dotcom wegen seiner inzwischen geschlossenen Internettauschplattform Megaupload den Prozess machen. Musik- und Filmproduzenten hätten eine halbe Milliarde US-Dollar an Lizenzgebühren verloren, weil Nutzer Copyright-geschütztes Material austauschten, sagen sie. Bei einem Schuldspruch droht Dotcom dort eine jahrelange Haftstrafe. Der Beschuldigte wehrt sich gegen die Vorwürfe und die Auslieferung. Er habe nur die Plattform zur Verfügung gestellt, sagte Dotcom.

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