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Auslieferungstopp: Ford muss 48.924 Mustang Mach-E zurückrufen

Das Elektroauto Ford Mustang Mach-E muss ein Software-Update erhalten, weil ein Fehler dazu führen kann, das die Weiterfahrt unmöglich wird.
/ Michael Linden
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Ford Mustang Mach-E (Bild: Ford)
Ford Mustang Mach-E Bild: Ford

In den USA ruft Ford 48.924 Mustang Mach-E zurück(öffnet im neuen Fenster) , weil eine Überhitzung zu Lichtbogenbildung und zur Verformung elektrischer Kontaktflächen führen kann. Das kann in Folge bedeuten, dass ein elektrischer Relaisschalter am Akku offen bleibt. Geschehe das während der Fahrt, könne das zu einem Verlust der Antriebskraft führen, was das Unfallrisiko erhöhe, teilte Ford mit.

Der US-Nachrichtensender CNBC berichtet von einem Händlerschreiben(öffnet im neuen Fenster) , demzufolge die Mach-E betroffen sind, die zwischen dem 27. Mai 2020 und dem 24. Mai 2022 im mexikanischen Werk Cuautitlan gebaut wurden. Fast 49.000 der rund 100.000 Mach-E, die in diesem Zeitraum produziert wurden, seien Teil eines Rückrufs, sagte Ford-Sprecher Said Deep gegenüber CNBC. Zusammen mit den Verkehrssicherheitsbehörden werde dieser vorbereitet.

Rückruf heißt in diesem Fall nicht, dass die Autos zwangsläufig in die Werkstatt müssen. Ein Software-Update soll Over-The-Air (OTA) eingespielt werden können und vermutlich im Juli 2022 verfügbar sein. Wer will, kann das Aufspielen auch in der Werkstatt erledigen lassen. Betroffen sind laut den Angaben von Ford nur die rund 50.000 Fahrzeuge in den USA.

Für die Händler gilt ein Auslieferungsstopp. Meldungen, nach denen die Ford Mustang Mach-E nicht mehr verkauft werden, sind hingegen übertrieben. Die Fahrzeuge, die kurz vor der Auslieferung stünden, würden lediglich zurückgehalten, bis das Update aufgespielt sei, teilte Ford mit.

Ford Mustang Mach-E vorgestellt (Herstellervideo)
Ford Mustang Mach-E vorgestellt (Herstellervideo) (01:05)

Ford betonte, dass die Fahrzeuge weiterhin gefahren werden dürfen. Sollte der Fehler auftreten, ist eine Weiterfahrt aus eigener Kraft allerdings nicht mehr möglich, was auch durch entsprechende Warnmeldungen im Display angekündigt wird. Diese Fahrzeuge müssen in die Werkstatt, um den Defekt zu reparieren.

2020 hatte Ford eine Rückrufaktion für rund 38.000 Mach-E in Nordamerika und Europa durchgeführt, weil teilweise Windschutzscheiben und Schiebedächer nicht ordnungsgemäß verklebt waren.


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