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Ausgründung: Toshiba braucht Partner zur Rettung des Notebook-Geschäfts

Toshiba sucht Partner, um seine traditionsreiche Produktion von PCs und Notebooks zu retten. Gespräche sollen mit Fujitsu und Vaio laufen, die alle mit sinkenden Marktanteilen und Umsätzen kämpfen.
/ Achim Sawall
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Das Toshiba Click Mini mit Windows 8.1 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Das Toshiba Click Mini mit Windows 8.1 Bild: Martin Wolf/Golem.de

Toshiba will seine Produktion von PCs und Notebooks ausgründen und sucht nach Partnern für den weiteren Betrieb. Das berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf zwei informierte Quellen. Der japanische Konzern soll mit Fujitsu und Unternehmen aus dem Ausland in Kontakt sein.

Fujitsu hatte im Oktober angekündigt, sein PC-Geschäft auszugründen. Heute erklärte der Konzern, es würden verschiedene Optionen geprüft, eine Entscheidung sei aber noch nicht getroffen worden.

Die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei Business Daily berichtet(öffnet im neuen Fenster) , dass Toshiba Gespräche für eine Zusammenlegung des PC-Geschäfts mit Toshiba und Vaio führt. Vaio, die frühere PC-Sparte von Sony, die nun mehrheitlich einem Investmentfond gehört, könnte sich an dem Gemeinschaftsunternehmen beteiligen. Eine Vaio-Sprecherin hat dies jedoch entschieden dementiert. Toshiba, Fujitsu und Vaio sollen laut Nikkei die Zusammenlegung ihres PC-Geschäfts als wichtige Strategie sehen, um bei sinkenden Marktanteilen und Umsätzen zu überleben.

Toshiba wegen Bilanzfälschung in Schwierigkeiten

Hintergrund ist für Toshiba eine Bilanzfälschung, bei der in den vergangenen sieben Jahren rund 1,3 Milliarden US-Dollar zu hohe Einnahmen verbucht wurden. Im Jahr 2014 machte Toshiba knapp 300 Millionen US-Dollar Verlust, für das erste Fiskalhalbjahr 2015 sollen es bereits 740 Millionen US-Dollar sein.

Toshiba-Chef Masashi Muromachi hatte angekündigt , dass das Unternehmen erwäge, seine Chipsparte zu verkaufen. Zur Toshiba Semiconductor & Storage Products Company gehören etwa das LSI-, das RAM- und das Flash-Speicher-Geschäft. Die einstige DRAM-Abteilung hatte Toshiba schon 2001 an Micron verkauft, zuletzt ging die Kamerasensor-Sparte(öffnet im neuen Fenster) samt Fertigungsanlagen an Sony.


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