Ausgepresst: Juicero dreht sich den Saft ab

Das Startup Juicero macht dicht: Wie der Hersteller der gleichnamigen Saftpresse mitteilt, wird das Geschäft mehr oder weniger sofort eingestellt. Nach der letzten anvisierten Preissenkung im Juli 2017 hat das Unternehmen festgestellt, dass es sein Geschäftsmodell nicht alleine aufrechterhalten kann.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Juicero-Presse scheint Geschichte zu sein.
Die Juicero-Presse scheint Geschichte zu sein. (Bild: Juicero)

Der Hersteller der Saftpresse Juicero und der dazu gehörenden Saft-Packs stellt seinen Betrieb ein. Wie Juicero mitteilt, werden ab dem 4. September 2017 keine Saftpackungen mehr ausgeliefert, die Nutzer im Rahmen ihres Abos regelmäßig erhalten haben. Innerhalb der nächsten 90 Tage können Kunden sich wegen einer Rückerstattung des Kaufpreises der Juicero-Presse an das Unternehmen wenden.

Stellenmarkt
  1. Leiter*in (m/w/d) Klinische Systeme
    Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz
  2. Referent (m/w/d) HR-Systeme und Prozesse
    WITRON Gruppe, Parkstein
Detailsuche

Die Juicero-Presse drückt vorgeschnittene Obst- und Gemüseschnitzel in einer Kunststofftüte zusammen und gewinnt auf diese Weise Saft. Pro Packung erhalten Kunden ein Glas Saft, die Packs kosten mindestens fünf US-Dollar. Kunden erhielten diese im Rahmen eines Abo-Modells.

Sinn der Presse ist zweifelhaft

Nachdem das Startup zunächst zahlreiche Investoren anlocken konnte, sorgte das Geschäftsmodell eher im negativen Sinne für Aufsehen. Nachdem festgestellt wurde, dass sich bei bloßem Zusammendrücken der Saft-Packs mit den Händen fast genauso viel Saft gewonnen werden konnte wie mit Hilfe der Presse, fragten sich viele nach deren Sinn.

Diese Frage stellte sich insbesondere auch vor dem Hintergrund des Preises von Juicero: Die Presse kostete anfangs 700 US-Dollar, später wurde der Preis auf 400 US-Dollar gesenkt und ein Preis von 200 US-Dollar für künftige Versionen in Aussicht gestellt. Auch bei einer bestimmten Abnahmemenge von Saft-Packs war die Presse für 200 US-Dollar erhältlich. Der Preisdruck ist letztlich auch der Grund für die Einstellung von Juicero.

Konzept bei niedrigem Preis nicht haltbar

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Juicero hatte versucht, sein Geschäftsmodell auf niedrigerem Preisniveau anzubieten - und ist offenbar daran gescheitert. "Uns ist klargeworden, dass wir als einzelnes Unternehmen nicht die Infrastruktur bereitstellen können, die wir benötigen, um ein landesweites, effektives Herstellungs- und Distributionssystem betreiben zu können", schreibt das Juicero-Team auf seiner Webseite.

Juicero versucht nun zunächst, einen Käufer mit einer bereits bestehenden Lieferkette zu finden. Theoretisch ist also auch denkbar, dass das Konzept mit Hilfe eines größeren Mutterkonzerns wieder aufgegriffen wird. Nach den negativen Presseberichten der letzten Monate scheint sich Juicero aber offenbar dessen selbst nicht so sicher zu sein - wie die angekündigte Umtauschaktion zeigt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ArcherV 07. Sep 2017

Die Fakten bestätigen übrigens meine Aussage. So falsch kann ich also nicht liegen...

ArcherV 07. Sep 2017

Unsere Märkte führen sowas nicht, hab nochmal explizit nach geschaut ( die da waeren...

ArcherV 06. Sep 2017

Online kaufen =/= streamen

Anonymer Nutzer 04. Sep 2017

Ist halt aktuell so ziemlich das Nullplusultra unter den "Sachen, die die Welt nicht...

zenker_bln 04. Sep 2017

Das kaufen sich diejenigen, die auch das: http://www.tenoftheday.de/die-10-teuersten...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Gaming und Inklusion
Schnelles Tastendrücken heißt Game Over

Körperlich beeinträchtigte Menschen haben es nicht leicht in Games. Dabei wäre es möglich, Videospiele inklusiver zu machen. Das erkennt langsam auch die Industrie.
Ein Bericht von Denis Gießler

Gaming und Inklusion: Schnelles Tastendrücken heißt Game Over
Artikel
  1. Automatische Umschaltung: iPhone 13 Pro hat Probleme mit seinem Makromodus
    Automatische Umschaltung
    iPhone 13 Pro hat Probleme mit seinem Makromodus

    Beim iPhone 13 Pro wird automatisch in den Makromodus geschaltet, wenn die Kamera einem Motiv nahe kommt. Das lässt sich nicht deaktivieren.

  2. Datenleck: Daten von 106 Millionen Thailand-Reisenden geleakt
    Datenleck
    Daten von 106 Millionen Thailand-Reisenden geleakt

    In einer ungeschützten Datenbank fanden sich die Daten der Thailand-Reisenden aus den letzten zehn Jahren - inklusive Reisepassnummern.

  3. Browser: Safari 15 für MacOS Big Sur und Catalina erhält neues Design
    Browser
    Safari 15 für MacOS Big Sur und Catalina erhält neues Design

    Apple gibt seinem Browser Safari ein neues Aussehen auch auf älteren Betriebssystemen. Wem das nicht gefällt, kann teilweise zum alten Design zurück.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Week bei NBB: Bis 50% Rabatt (u. a. MSI 31,5" Curved WQHD 165Hz 350€) • Samsung T7 Portable SSD 1TB 105,39€ • Thermaltake Level 20 RS ARGB Tower 99,90€ • Gran Turismo 7 25th Anniversary PS4/PS5 vorbestellbar 99,99€ • PS5 + Death Stranding bei Amazon zu gewinnen [Werbung]
    •  /