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Server und Chrome-Browser von Google nutzen häufig das Quic-Protokoll.
Server und Chrome-Browser von Google nutzen häufig das Quic-Protokoll. (Bild: Google)

Ausfall: Google-Dienste haben offenbar Quic-Probleme

Server und Chrome-Browser von Google nutzen häufig das Quic-Protokoll.
Server und Chrome-Browser von Google nutzen häufig das Quic-Protokoll. (Bild: Google)

Chrome-Nutzer in Westeuropa und den USA berichten derzeit von Verbindungsproblemen mit Google-Diensten. Das Ausschalten des Quic-Protokolls soll Abhilfe schaffen. Google hat die Probleme augenscheinlich bereits im Griff.

Im mittleren Westen der USA sowie in Belgien und den Niederlanden melden derzeit vermehrt Nutzer des Google-Browsers Chrome Ausfälle der Google-Suchmaschine sowie verschiedener Google-Dienste wie Gmail, des Kalenders oder anderer. Laut der Seite Downdetector, die die Meldungen über derartige Ausfälle sammelt, sind allerdings wohl auch andere Teile der Welt von Verbindungsproblemen betroffen.

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Auf verschiedenen Plattformen, wie dem erwähnten Downdetector, auf Hackernews (Ycombinator) oder auch auf Twitter, heißt es weiter, dass das Deaktivieren des Protokolls Quic die Fehler beheben soll. Ebenso würde der Verbindungsaufbau von den Fehlern QUIC_SESSION_PACKET_RETRANSMITTED, QUIC_NETWORK_IDLE_TIMEOUT begleitet oder letztlich auch mit ERR_QUIC_PROTOCOL_ERROR abgebrochen. Die Verbindungen mit anderen Browsern, wie etwa Firefox oder Safari, seien nicht gestört. Letzteres spricht dafür, dass der Fehler tatsächlich in der Verwendung von Quic liegen könnte, das bisher nur in Chrome verwendet wird.

Quic ist ein neuartiges Internetprotokoll, das als schnelle Alternative zu verschlüsselten TCP-Verbindungen erdacht worden ist und dabei unter anderem auf die Konzepte von UDP zurückgreift. Google hat Quic zur Standardisierung in die IETF gegeben, die das Protokoll wohl deutlich abändern wird, aber dennoch bereits mit ersten übergreifenden Tests in diesem Sommer rechnet.

Laut Downdetector scheinen die gemeldeten Probleme inzwischen wieder abzunehmen. Möglicherweise hat Google in einem kurzen Zeitfenster der Veröffentlichung des Chrome-Browsers und seiner eigenen Serversoftware unterschiedliche Protokollversionen genutzt, weshalb ein Verbindungsaufbau nicht stattfinden konnte. Die regionale Begrenzung des Problems könnte auch auf andere Fehlerursachen hinweisen, wie die Intervention von ISPs auf Protokollebene oder Probleme an Internetknoten.


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