Ausfall des Verifone H5000: Handel verlangt Verhinderung künftiger Störungen

Mehrere Tage konnte in vielen Geschäften weder mit Girokarte noch mit Kreditkarte bezahlt werden. Der Handel verlangt Konsequenzen rund um Verifone.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Viele Tagen waren Kartenzahlungen am Verifone H5000 nicht möglich.
Viele Tagen waren Kartenzahlungen am Verifone H5000 nicht möglich. (Bild: Verifone)

Mehr als einen Monat nach dem großflächigen Ausfall vieler Zahlungsterminals im deutschen Einzelhandel wird ein genaueres Ausmaß der damaligen Probleme deutlich. Nach einer Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) unter 800 Handelsunternehmen waren 22 Prozent der befragten Unternehmen von den tagelangen Ausfällen betroffen. Drei Viertel von ihnen klagten über Umsatzausfälle. Die Umfrage liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

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Wegen des Ausfalls der Zahlungsterminals hatten viele Kunden Ende Mai 2022 beim Einkauf nicht mehr mit Giro- oder Kreditkarten zahlen können. Betroffen waren unter anderem Filialen von Aldi Nord, Edeka oder der Edeka-Tochter Netto. Hintergrund war eine Störung im weit verbreiteten Verifone-Gerät H5000.

"Die vor wenigen Wochen aufgetretenen Störungen bei vielen Zahlungsterminals hatten eine nie zuvor gesehene Dimension", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Das sei für viele der betroffenen Handelsunternehmen mehr als nur ein Ärgernis gewesen. "Hier gingen Umsätze verloren." Kunden seien zeitweise extrem verunsichert gewesen.

Sicherungsmaßnahmen gefordert

Genth verlangte, die Terminalbetreiber müssten die Ursachen transparent aufarbeiten und für die Zukunft sicherstellen, dass ein solch kompletter Ausfall durch Notfallsysteme oder bessere interne Sicherungsmaßnahmen nicht erneut passieren könne.

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Bei 83 Prozent der Betroffenen dauerten die Störungen der Umfrage zufolge mindestens vier Tage, 70 Prozent der Befragten gaben an, dass sie länger als eine Woche auf das Terminal verzichten mussten. Immerhin konnten Kunden teils über alternative Verfahren bezahlen, darunter Rechnungskauf, Lastschrift, Terminals anderer Hersteller oder Paypal.

Bargeldlose Zahlungen wurden in Deutschland in der Pandemie beliebter. Der Umsatzanteil der Kartenzahlungen im stationären Handel stieg von 50,5 Prozent im Jahr 2019 auf 58,8 Prozent im Jahr 2021, wie eine Anfang Mai 2022 veröffentlichte Untersuchung des Kölner Handelsforschungsinstitutes EHI ergab.

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