Ausbildung: Roskosmos sucht nach neuen Kosmonauten
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Die russische Raumfahrtorganisation Roskosmos nimmt erneut Bewerbungen für ihr Kosmonauten-Ausbildungsprogramm an. Das teilte die russische Nachrichtenagentur Tass mit(öffnet im neuen Fenster) . Für das Auswahlverfahren soll erstmals auch KI-Technologie eingesetzt werden. Details darüber wurden jedoch keine verkündet.
Eine Grundvoraussetzung, um in den nächsten Kader aufgenommen zu werden, ist die Staatsbürgerschaft der Russischen Föderation. Welche Ausnahmeregelungen es etwa für Bürger aus den ehemaligen Sowjetgebieten wie Kasachstan gibt – wo sich der Kosmodrom Baikonur befindet -, ist unklar.
Klar ist jedoch, dass der neue Kader für Missionen auf der geplanten russischen Orbitalstation (ROS) und den Einsatz auf dem Mond ausgebildet wird, teilte Oleg Kononenko mit, der amtierende Leiter des Gagarin-Kosmonauten-Trainingszentrums. Denn Russland beteiligt sich an der Internationalen Mondforschungsstation ILRS (International Lunar Research Station), bei der Chinas Raumfahrtbehörden federführend sind.
Grundvoraussetzungen für das Bewerbungsverfahren
Bewerber müssen einen Universitätsabschluss in Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften oder Medizin mit einem durchschnittlichen Notendurchschnitt von mindestens 4 auf der russischen Fünf-Punkte-Skala vorweisen. Zudem kommen mindestens drei Jahre Berufserfahrung im Fachgebiet der Kandidaten hinzu. Außerdem dürfen sie höchstens 35 Jahre alt sein (Stichtag: Ende 2025).
Ausgeschlossen von dem Bewerbungsverfahren sind Kandidaten mit chronischen Erkrankungen und schlechter körperlicher Verfassung. Außerdem gibt es Einschränkungen bei der Größe: Ausgeschlossen sind Personen, die kleiner als 1,50 m oder größer als 1,90 m sind und deren Schuhgröße größer als 13 ist - was einer europäischen Größe von 47 oder 47,5 entspricht. Zudem müssen die Kandidaten zwischen 50 und 90 kg wiegen.
Die körperlichen Voraussetzungen basieren auch auf den Einheitsgrößen der Raumanzüge, die für Außenbordeinsätze verwendet werden. Das könnte auf den ersten Blick diskriminierend wirken, jedoch sind solche Raumanzüge teuer und es gibt von ihnen nur eine geringe Anzahl an Bord der Internationalen Raumstation ISS . Anders wird es vermutlich auch nicht auf der ROS-Raumstation aussehen, die in wenigen Jahren in eine erdnahe Umlaufbahn befördert werden soll.
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