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Ausbau: Telekom schaltet 850.000 Vectoring-Anschlüsse frei

Die Telekom gibt eine weitere größere Welle im Ausbau von Vectoring bekannt. "Wie die Verteilung von dort aus weiter geht, wird die Entwicklung zeigen. Es sind hier ganz verschiedene Möglichkeiten denkbar: Festnetz oder Mobilfunk", sagte Telekom-Sprecher Markus Jodl Golem.de.

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Netzausbau der Telekom
Netzausbau der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom hat einen weiteren Ausbau mit Vectoring angekündigt. Bei Twitter erklärte der Konzern: "Wir schalten in dieser Woche weitere 850.000 Haushalte und Betriebe für neue Geschwindigkeiten frei: Neumünster, Berlin, Winnenden".

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"Wir treiben den Breitbandausbau weiter voran. Unser Ziel ist es Glasfaser in jede Straße zu bringen. Wie die Verteilung von dort aus weiter geht, wird die Entwicklung zeigen. Es sind hier ganz verschiedene Möglichkeiten denkbar: Festnetz oder Mobilfunk. Mit dem jetzigen Ausbau schaffen wir die Voraussetzung für den weiteren Ausbau. Wir überwinden jetzt rund 80 Prozent der Strecke zwischen Kunde und Internet mit Glasfaser.", sagte Telekom-Sprecher Markus Jodl Golem.de auf Anfrage.

In einem Erklärvideo rechnet die Telekom vor, dass der Vectoringausbau um den Faktor 5 schneller und um den Faktor 10 günstiger als ein reiner Glasfaserausbau sei. Vectoring bietet einen Download von maximal 100 MBit/s und einen Upload von bis zu 40 MBit/s. Mit FTTH sind Datenraten von 100 GBit/s und mehr möglich. Der Chef der Deutschen Telekom hatte zuvor Timotheus Höttges erklärt: "Im vierten Quartal wird es spannend: 2,7 Millionen Haushalte kommen hinzu, die dieses glasfaserbasierte Netz haben können."

FTTH wird nicht mehr so stark wachsen

Konkurrierende Unternehmen haben kritisiert, dass der exklusive Ausbau mit der Vectoring-II-Entscheidung der Bundesnetzagentur zu einer Verlangsamung des Ausbaus von FTTH/B führe. Das sagte VATM-Chef Martin Witt am 19. Oktober 2016 in Berlin. VATM steht für Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten. VATM-Vorstand Jürgen Grützner betonte, dass es auch im kommenden Jahr einen Zuwachs bei FTTH/B geben werde. Dieser werde jedoch weit schwächer ausfallen, als es eigentlich möglich wäre.

Beate Rickert, Geschäftsführerin von KPR Capital, kritisierte, dass kreative Lösungen für den Breitbandausbau auf dem Land längst an ihre Grenzen stießen. VDSL führe schon heute dazu, dass vielerorts FTTH/B-Anschlüsse für Geschäftskunden fehlten.



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