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Aus für Secret: App für anonyme Mitteilungen macht dicht

Anonymität im Internet gilt als wertvolles Gut. Mobbing machte den Entwicklern der App Secret zu schaffen. Die zum Start vielgelobte Anwendung wird nach 16 Monaten eingestellt.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Die App mit dem Fuchs, Secret, wird eingestellt.
Die App mit dem Fuchs, Secret, wird eingestellt. (Bild: Secret)

Vor etwas mehr als einem Jahr ist die App Secret veröffentlicht worden - jetzt ist schon wieder Schluss. Gründer und Chef David Byttow gab die Schließung der Anwendung bekannt, über die Nutzer anonym alle möglichen heiklen Dinge oder auch Geheimnisse mit dem Rest der Welt teilen konnten. Secret entspreche in der aktuellen Form nicht mehr der Vision, die er beim Start gehabt habe, schreibt Byttow auf der Plattform Medium. Die App sei in 16 Monaten von über 15 Millionen Menschen genutzt worden.

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Nach der anfänglichen Begeisterung in Technologie-Blogs mussten die Macher von Secret schnell feststellen, dass Anonymität ihre Schattenseiten haben kann. Die App geriet wegen Mobbings in den Einträgen in die Kritik, in Brasilien gingen deswegen Behörden gegen sie vor. Secret wurde mehrfach umgestaltet, ein Mitgründer ging im Januar, weil er mit dem neuen Design nicht einverstanden gewesen sei.

Secret hatte sich rund 30 Millionen US-Dollar bei Investoren besorgt. Die Geldgeber sollen nun die noch vorhandenen Mittel zurückbekommen, schreibt Byttow.

Die ähnlich funktionierende App Whisper gab zur selben Zeit bekannt, dass sie die Marke von zehn Millionen aktiven Nutzern im Monat geknackt habe. Whisper hatte schneller bei Mobbing durchgegriffen und ein Team zum Löschen beleidigender Mitteilungen eingesetzt. Außerdem wurde frühzeitig darauf geachtet, dass keine Namen genannt werden können. Zudem griff Secret auf das Adressbuch zu, und die Nutzer konnten dadurch erkennen, dass die Geheimnisse aus ihrem Bekanntenkreis kommen - was die Anonymität relativieren konnte.

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