''Geprägt hat mich am ehesten Ada und C''
➤ Ich hatte vermutlich den ersten Kontakt mit QBasic. Das ging nicht weit über 13h und Kreise "Bildschirmschoner"-mäßig zu zeichnen und wandern zu lassen. In der Schule kamen dann Logo (bewege den Igel / die Schildkröte) und Turbo Pascal ("zeichne" ein Rechteck / Dreieck mit dem "*"-Symbol) oberflächlich dazu. Zu den Anfangszeiten des WWW habe ich mich dann mit Javascript und ein bisschen Perl beschäftigt. An der Uni kamen dann Ada, C, Java, aber auch Scheme und Prolog, und privat nebenbei (für die Webseiten) PHP. Im Berufsleben war hauptsächlich C++ gefragt, Ruby (und wieder Java) und aktuell wäre es wohl Python, wobei ich da im Moment nicht involviert bin.
Programmiertechnisch geprägt haben mich am ehesten Ada und C, weil ich damit in die Materie tiefer eingestiegen bin. Das Geklammere und "Kadaderre" (z.B. cadaddr) mit DrScheme war ja ganz witzig, hat mich aber genauso wenig weitergebracht wie Prolog ("- No.").
Assembler habe ich natürlich auch gemacht. Und bestimmt noch fünf andere mehr oder weniger obskure Programmiersprachen, die ich wieder verdrängt habe.
➤ Geprägt hat mich sicher C++, insofern, als ich Konzepte wie RAII auch in anderen Sprachen (z.B. Python) benutzen will und mich dann wundere, dass es nicht zuverlässig funktioniert (weil der Destructor verspätet gecallt wird). Wenn ich dann unlock in finally machen muss, statt mich auf RAII verlassen zu können, fühle ich mich ganz schnell nicht mehr zuhause, auch wenn ich ansonsten von der Syntax und der Standardlib eher Python bevorzugen würde.
Mein Denken verändert haben auch eher Konzepte als Sprachen, zuletzt am meisten wohl Lambdas. Vielleicht wäre das anders, wenn ich mal etwas Grösseres in Haskell machen würde. Das ist aber bisher nicht vorgekommen, und in den klassischen Sprachen sind die Konzepte doch relativ ähnlich, auch wenn eben nicht jedes überall verfügbar.
➤ C++. Da habe ich so viel über Optimierung und Effizienz gelernt; in vielen anderen Sprachen ist es heute ja eher ein: "Wir programmieren fröhlich und der Compiler macht das dann schon." In C++ kann man selbst noch viel machen (was der Compiler möglicherweise tatsächlich auch schon selbst macht), aber da weiß man halt wirklich, was genau passiert.
Nicht so wie beispielsweise Speichermanagement in C# oder Java, wo der GCC halt das macht, was er will. Klar, das verzeiht viel, aber man ist in manchen Edge-Cases schon sehr in ein Korsett gepresst. Das ist mir erst so richtig aufgefallen und klar geworden, als ich wirklich viel C++ gemacht hab.
➤ Eine Zeit lang habe ich gefühlt jedes Jahr eine neue Programmiersprache gelernt (Commodore Basic V2, 6510 Assembler, C, GFA-Basic, Omicron Basic, Perl, Visual Basic, (Visual-)C++). Darunter war dann irgendwann auch Turbo Pascal und später Delphi. Die Turnaround-Zeiten waren damals unübertroffen. Code geändert, F9 gedrückt und 5 Sekunden später getestet. Da kam damals kein anderes System mit. Einen GUI-Designer wie bei Delphi gab es sonst nur bei Visual Basic, was aber als Programmiersprache nur einschränkte. Und so bin ich dann bis heute dabei geblieben, auch wenn ich immer wieder mal über den Tellerrand geschaut habe.
Erst jetzt, mit KI probiere ich wieder ernsthaft Anderes aus – was auch immer gerade für die Aufgabe am brauchbarsten erscheint: Bash- oder Perl-Scripte für irgendwelchen Kram unter Linux, CMD oder auch mal Windows Powershell für Windows; zuletzt PHP + HTML + JavaScript für mehrere Webanwendungen. Aber das ist etwas ganz Anderes, denn das programmiere ich nicht mehr selbst, das lasse ich generieren.
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