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Auktion: United Internet legt in erster 5G-Bieterrunde vor

Die United-Internet-Tochter Drillisch hat sich in der ersten Bieterrunde mutig gezeigt. Insgesamt wurden am ersten Tag 332,5 Millionen Euro für 5G geboten.

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Das Spiel beginnt.
Das Spiel beginnt. (Bild: Bundesnetzagentur)

In der ersten Runde der Auktion von Frequenzen des neuen Mobilfunkstandards 5G hat Drillisch (United Internet) das Mindestgebot pro Block um jeweils 20 Millionen Euro überboten. "Das kann als ein Signal an die anderen Bieter gewertet werden, dass man es mit der Auktionsteilnahme ernst meint", sagte Vitali Gretschko, vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am 19. März 2019. "Ob es tatsächlich so ist, wird sich indessen erst zeigen, wenn die Preise in den nächsten Tagen signifikant steigen."

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Das Gebotsvolumen am ersten Tag endete bei 332,5 Millionen Euro. Diesen Stand veröffentlichte die Bundesnetzagentur als Veranstalter. Die Lizenzen haben eine Laufzeit bis zum Jahr 2040.

Die ersten Runden der Frequenzauktion ließen erste Schlussfolgerungen über die Strategien der Bieter zu. Die bisherigen Gebote deuteten darauf hin, dass der Hauptkonflikt vermutlich zwischen dem Neueinsteiger Drillisch und den etablierten Betreibern ausgetragen wird. "Dabei haben die absolute Summe der gebotenen Beträge oder auch nur der Beträge pro Bieter zu diesem frühen Zeitpunkt eher wenig Aussagekraft", erklärte Gretschko. Jedoch könne die Summe der Frequenzen, auf die geboten wurde, zur Analyse herangezogen werden.

Die etablierten Netzbetreiber bieten laut Gretschko so, dass wenn Drillisch aus der Auktion aussteigt, die Auktion schnell zu Ende gehen könne. Laut den Regeln ist es einem Bieter zwar möglich, seine Nachfrage in der Auktion zu einem späteren Zeitpunkt zu erhöhen, allerdings hätten vergangene Auktionen gezeigt, dass ein solches Vorgehen wenig glaubhaft sei. "Wenn ein Bieter schon signalisiert hat, dass er mit einer bestimmten Frequenzausstattung zufrieden ist, ist es schwer, die anderen Bieter davon zu überzeugen, dass er auf mehr bieten wird", sagte Gretschko.

Die Bundesnetzagentur hat am Dienstag an ihrem Standort in Mainz die Frequenzauktion eröffnet. Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, erklärte: "Die Auktion legt die Entscheidung, welche Frequenzen wichtig sind, in die Hände der Unternehmen. Die Unternehmen sollen über ihr Bietverhalten zeigen, was ihnen die Frequenzen wert sind. Eine Erlösmaximierung ist nicht Ziel der Bundesnetzagentur."

Es wird ein Frequenzspektrum in den Bereichen 2 GHz und 3,4 GHz bis 3,7 GHz versteigert. Insgesamt werden 41 Frequenzblöcke versteigert, der Umfang des Frequenzspektrums beträgt 420 MHz. Diese Frequenzen zeichnen sich durch eine vergleichsweise geringe Reichweite und höhere Kapazitäten aus.

Die Bieter geben ihre Gebote in voneinander getrennten Räumen in einem autarken Versteigerungsnetzwerk ab. Die 41 Frequenzblöcke werden gleichzeitig versteigert und Bieter können Gebote auf mehrere Blöcke abgeben. Gebote müssen in definierten Gebotsschritten abgegeben werden. Dabei gilt für jeden Block ein Mindestgebot zwischen 1,7 und 5 Millionen Euro.

Spätestens nach einer Stunde endet eine Auktionsrunde. Die aktuellen Höchstgebote auf jeden Block werden unmittelbar im Internet veröffentlicht. Die Versteigerung endet, wenn auf keinen Block weitere valide Gebote eingehen.

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