Abo
  • IT-Karriere:

Experte: Netzbetreiber sind zum Kampf um 5G-Frequenzblöcke gezwungen

Der Kampf um zusammenhängende Blöcke bei der seit über sieben Wochen laufenden 5G-Auktion ist nicht unsinnig. Es geht laut einem Experten um hohe Datenraten und wohl auch gigantische Profite mit dem neuen Netz.

Artikel veröffentlicht am ,
Start der Auktion vor rund sieben Wochen
Start der Auktion vor rund sieben Wochen (Bild: Bundesnetzagentur)

Der Streit bei der Auktion um die 5G-Frequenzen, bei dem es immer noch um einen abstrakten Block geht, für den sich Runde für Runde überboten wird, sei wenig erstaunlich. Das sagte ein technischer Experte für Mobilfunk im Gespräch mit Golem.de, der nicht namentlich genannt werden möchte. "Spektrum ist das fundamentale Produktionsmedium der Mobilfunkindustrie. Bezogen auf das existierende Grid-Asset der Betreiber sind die Peak-Datenrate und die Netzkapazität zwei wesentliche Entscheidungsfaktoren für die Attraktivität des Angebotes." Dabei geht es um hohe Gewinnerwartungen mit 5G. Derzeit wird mit LTE der größte Gewinn erzielt.

Stellenmarkt
  1. HRG Hotels GmbH, Berlin
  2. Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Innern, Bonn

Beispielsweise liefern 100 MHz im C-Band circa 1,5 GBits/s im Downlink, was für die 5G-Geschwindigkeitsaussage wichtig ist. Andererseits "hängen die Produktionskosten für die Netzbereitstellung hinsichtlich Kapazität und Qualität für die Betreiber vom verfügbaren zusammenhängenden Spektrum ab". Daher sei eine Bieterauseinandersetzung um 10-MHz-Blöcke durchaus verständlich. "Denn je nach Gesamtmenge sprechen wir hier von 10 bis 15 Prozent Varianz allein dafür", sagte er.

Preisunterschiede auf einzelne Blöcke erklärten sich möglicherweise auch aus den technischen Rahmenbedingungen für die Nutzung. Der Block 1K im C-Band unterliegt durch die angrenzende Nutzung im Bereich unterhalb 3,4 GHz einigen Koordinationsbeschränkungen, und die würden sich entsprechend im Preis abbilden, erklärte der Experte.

Verbissen seit fast acht Wochen

Deutsche Telekom, Telefónica, Vodafone und 1&1 Drillisch können sich selbst nach sieben Wochen nicht auf eine Aufteilung der zur Verfügung stehenden Frequenzen einigen. Als Ergebnis der Runde 314 müssen gegenwärtig 5,7 Milliarden Euro gezahlt werden. In jeder Runde bietet der zuletzt Unterlegene auf einen der günstigsten Frequenzblöcke, wo gerade ein anderer Anbieter das Höchstgebot hält. Es handelt sich um einen abstrakten Block im 3,6-GHz-Bereich.

"Als Marktführer werden wir das Spektrum bekommen, das wir brauchen. Und wir werden weiter fleißig mitbieten", sagte Telekom-Chef Tim Höttges am 9. Mai 2019 in der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des 1. Quartals. Er beklagte sich über die hohen Ausgaben für das Spektrum. "Mit dem derzeit auf dem Tisch liegenden Geld hätten schon fast 50.000 Mobilfunkmasten in Deutschland gebaut werden können", erklärte Höttges.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Sandisk 512-GB-SSD für 55,00€, WD Elements Exclusive Edition 2 TB für 59,00€ und Abend...
  2. 31,99€
  3. 139,00€ (Bestpreis!)

HeroFeat 12. Mai 2019

Es gab doch bereits Ideen die Lizenzgebühren für die Förderung des Festnetz- und...

HeroFeat 12. Mai 2019

Wie der-don bereits geschrieben hat gibt es da Verträge wer das wie an den Staatsgrenzen...

HabeHandy 10. Mai 2019

Wenn man nicht gerade beide konkreten Blöcke (1k+29k) ersteigert hat bekommt man doch...

randya99 10. Mai 2019

D1/D2 je 4 Blöcke, O2/Drillisch je 2 (3 davon erst ab 2026) im 2GHz Bereich. Im 3,6GHz...


Folgen Sie uns
       


1.000-Meilen-Strecke mit dem E-Tron - Bericht

Innerhalb 24 Stunden durch zehn europäische Länder fahren? Ist das mit einem Elektroauto problemlos möglich?

1.000-Meilen-Strecke mit dem E-Tron - Bericht Video aufrufen
Apple TV+: Apples Videostreamingdienst ist nicht konkurrenzfähig
Apple TV+
Apples Videostreamingdienst ist nicht konkurrenzfähig

Bei so einem mickrigen Angebot hilft auch ein mickriger Preis nicht: Apples Streamingdienst hat der Konkurrenz von Netflix, Amazon und bald Disney nichts entgegenzusetzen - und das wird sich auf Jahre nicht ändern.
Eine Analyse von Ingo Pakalski

  1. Apple TV+ Disney-Chef tritt aus Apple-Verwaltungsrat zurück
  2. Apple TV+ Apples Streamingangebot kostet 4,99 Euro im Monat
  3. Videostreaming Apple TV+ startet mit fünf Serien für 10 US-Dollar monatlich

Recruiting: Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird
Recruiting
Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird

Gerade im IT-Bereich können Unternehmen sehr schnell wachsen. Dabei können der Fachkräftemangel und das schnelle Onboarding von neuen Mitarbeitern zum Problem werden. Wir haben uns bei kleinen Startups und Großkonzernen umgehört, wie sie in so einer Situation mit den Herausforderungen umgehen.
Von Robert Meyer

  1. Recruiting Alle Einstellungsprozesse sind fehlerhaft
  2. LoL Was ein E-Sport-Trainer können muss
  3. IT-Arbeit Was fürs Auge

Elektrautos auf der IAA: Die Gezeigtwagen-Messe
Elektrautos auf der IAA
Die Gezeigtwagen-Messe

IAA 2019 Viele klassische Hersteller fehlen bei der IAA oder zeigen Autos, die man längst gesehen hat. Bei den Elektroautos bekommen alltagstaugliche Modelle wie VW ID.3, Opel Corsa E und Honda E viel Aufmerksamkeit.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Elektromobilität Stromwirtschaft will keine Million öffentlicher Ladesäulen
  2. Umfrage Kunden fühlen sich vor Elektroautokauf schlecht beraten
  3. Batterieprobleme Auslieferung des e.Go verzögert sich

    •  /