Auktion: Bundesnetzagentur will Nutzung von Frequenzen verlängern

Die nächste Frequenzauktion soll im Jahr 2023 oder 2024 abgehalten werden. Die Bundesnetzagentur versucht nun, die Interessen alter und neuer Netzbetreiber zu versöhnen.

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Müller: "Bundesnetzagentur will Spagat zwischen Wettbewerb und Versorgung schaffen"
Müller: "Bundesnetzagentur will Spagat zwischen Wettbewerb und Versorgung schaffen" (Bild: Bundesnetzagentur)

Die Bundesnetzagentur schlägt vor, durch einen Frequenztausch die Probleme der nächsten Vergabe zu lösen. Im Bereich 800 MHz erwägt die Behörde laut einer Bekanntmachung vom 22. September 2022 einen Frequenztausch. Dabei würden die Nutzungsrechte bei 800 MHz statt Ende des Jahres 2025 erst Ende 2033 auslaufen.

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Die Nutzungsrechte bei 900 MHz würden statt Ende des Jahres 2033 bereits Ende 2025 auslaufen. Anstelle der 800 MHz-Frequenzen würden dann die 900 MHz-Frequenzen vergeben. "Durch einen solchen Frequenztauch wäre die bestehende LTE-Versorgung auf der Grundlage der 800-MHz-Frequenzen längerfristig gesichert. Zugleich hätten aber auch Neueinsteiger eine Chance, Spektrum im Bereich unter 1 GHz zu erhalten", erklärte die Behörde. "Wir wollen den Spagat zwischen Wettbewerb und Versorgung schaffen. Nun sind die Marktteilnehmer am Zug", sagte Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur.

Zum Ende des Jahres 2025 laufen Frequenznutzungsrechte in den Bereichen 800 MHz, 1.800 MHz und 2,6 GHz aus, die gegenwärtig vor allem für LTE genutzt werden. Der Bereich bei 1.800 MHz ist nicht vollständig neu zu vergeben, weil es dort eine Umverteilung gab. In Deutschland liegt bei 800 MHz der LTE Coverage Layer mit wichtigen Flächenfrequenzen für die Versorgung auf dem Lande. 1,8 GHz dient als GSM/LTE Capacity Layer und 2,6 GHz ist ebenfalls ein Capacity Layer. Mit dem Unternehmen 1&1 gibt es einen vierten potenziellen Bieter.

Wann werden die Frequenzen versteigert?

Die nächste anstehende Frequenzauktion soll im Jahr 2023 oder 2024 abgehalten werden. Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica wollen die Nutzungsrechte um fünf Jahre verlängern.

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Der damalige Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter hatte die Bundesregierung aufgefordert, die Auktion um fünf Jahre zu verschieben. Statt neu zu versteigern, sollten die Flächenlizenzen um weitere fünf Jahre verlängert werden. Danach würde es ausreichend Frequenzen geben, um vier Mobilfunknetze zu betreiben.

Laut Ametsreiter könne es zu neuen Unterversorgungen beim LTE-Netz kommen, wenn ein Netzbetreiber bei der Auktion leer ausgehe und seine Kunden nicht mehr versorgen könne.

Ganz anderer Meinung war bisher der Wettbewerber 1&1. "Neben der Flächendeckung außerhalb großer Städte sind die sogenannten Low-Band-Frequenzen auch für die Versorgung von Innenräumen unabdingbar", sagte eine Sprecherin. "Um als vierter Netzbetreiber dauerhaft wettbewerbsfähig zu sein, ist es für 1&1 zwingend notwendig, neben den 2019 ersteigerten 5G-Frequenzen demnächst auch Low-Band-Frequenzen im Bereich 800 Megahertz erwerben zu können."

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