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Augmented Reality: Virtueller Stadtführer mit Aufmerksamkeitsanalyse

Forscher am DFKI in Kaiserslautern stellen auf der Cebit einen virtuellen Stadtführer vor, der erkennt, welches Bauwerk einen Besucher interessiert, und ihm die passenden Informationen liefert.

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Talking Places: ausprobieren auf der Cebit
Talking Places: ausprobieren auf der Cebit (Bild: DFKI/SMI)

Was befindet sich wohl hinter diesen Mauern? Was stellt dieses Objekt dar? Wäre es nicht praktisch, solche Fragen unmittelbar beantwortet zu bekommen? Forscher des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern entwickeln an einer Lösung: Die Daten werden im Internet gesucht und in einer Brille angezeigt oder per Kopfhörer ins Ohr geflüstert.

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Auf der Cebit wollen die Forscher aus Kaiserslautern um Andreas Dengel ein System vorstellen, das Touristen Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Gebäuden in einer Stadt liefert. Das System mit dem Namen Talking Places erfasst mit Hilfe von Geodaten den Standort des Besuchers. Über die Blickrichtung erkennt es, welches Bauwerk er gerade betrachtet und kann Erklärungen dazu liefern.

Alternative zu AR-Apps

Zwar gibt es schon Augmented-Reality-Apps (AR) für Smartphones oder Tablets, mit denen solche Daten auch abgerufen werden können. Den DFKI-Forschern geht es aber darum, ein System zu entwickeln, das der Nutzer durch seine Aufmerksamkeit steuert: Es erkennt, wofür er sich interessiert und liefert Informationen dazu.

Den Prototyp für ein solches System haben die Forscher im Zusammenarbeit mit dem Museum Pfalzgalerie in Kaiserslautern entwickelt. Der Museum Guide 2.0 besteht aus einer Datenbrille, die der Besucher aufsetzt. In die Brille ist ein Eyetracking-System integriert, das erfasst, welches Exponat der Besucher anschaut. Es besteht aus mehreren Kameras: Eine sitzt im Rahmen der Brille und erkennt das Blickfeld des Trägers. Hinzu kommen zwei Infrarotkameras, die auf die Augen gerichtet sind und die Blickrichtung erfassen.

Was interessiert den Besucher?

Auf diese Weise erkennt der digitale Museumsführer, welches Ausstellungsstück der Besucher gerade anschaut. Ein spezielles Verfahren, das am DFKI entwickelt wurde, wertet die Daten aus und erkennt Muster, die auf das Interesse des Benutzers schließen lassen, damit dieser auch nur relevante Informationen bekommt. Diese werden ihm über einen Ohrhörer eingespielt. Für die Aufmerksamkeitsanalyse gibt es nach Angaben des DFKI auch weitere Anwendungen.

Bei Talking Places sollen die Nutzer zudem neben akustischen weitere Informationen in ihre Datenbrille eingeblendet bekommen, etwa alte Fotos des Bauwerks, vor dem sie gerade stehen, oder praktische Informationen wie Routen zu weiteren Sehenswürdigkeiten, das Wetter oder ortsbezogene Daten, etwa zu Geschäften oder Restaurants.

Auf der Cebit in Hannover wird das DFKI eine Demoversion von Talking Places präsentieren. Dazu wird am Stand ein Modell des St. Martinsplatzes in Kaiserslautern aufgebaut. An dem können Messebesucher das System selbst ausprobieren.



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Spaghetticode 07. Feb 2013

Ich denke mal, bei uns wird die Datenbrille kein Problem haben, den Benutzer...


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