Augmented Reality: Magic Leap entlässt das gesamte Sales- und Marketingteam
Das Start-up Magic Leap hat eine Reihe Rückschläge hinter sich. Erst floppte die erste Version des gleichnamigen AR-Headsets (Test der ersten Version) , dann musste das Unternehmen etwa die Hälfte der Belegschaft im Jahr 2020 entlassen. Nach dem Flop konzentrierte sich der Hersteller auf den Business-Markt – offenbar mit weiterhin wenig Erfolg. Nun werden 75 weitere Stellen gestrichen.
Unter anderem muss die gesamte Marketing- und Sales-Abteilung gehen, berichtet das Magazin Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) mit Bezug auf anonyme unternehmensinterne Quellen. Statt sich mit teuren Headsets wie dem Magic Leap 2 für 3.300 US-Dollar an Business-Kunden zu wenden, will das Unternehmen wohl gar keine Hardware mehr bauen. Einnahmen sollen durch die Lizenzierung der Technik generiert werden.
Lizenzierung der Technik statt Hardware
Dabei geht es um die optischen Elemente des Headsets, also die Komponente, die Bilder vor die Augen der User projiziert und so den Augmented-Reality-Effekt erzeugt. Die Magic Leap 2 kann etwa mit einem 80 Grad großen Sichtfeld arbeiten, was in der Welt der AR-Headsets viel ist. Auch ist das Headset relativ leicht und lässt sich so für längere Zeit auf dem Kopf tragen. Allerdings kostet das Produkt mindestens 3.300 US-Dollar. Für die Erlaubnis, das Gerät auch kommerziell nutzen zu dürfen, werden insgesamt 5.000 US-Dollar fällig.

Mit 75 Personen streicht Magic Leap wohl einen eher kleineren Anteil der verbliebenen Belegschaft. Zuvor entließ der Konzern etwa 1.000 Angestellte. Es ist unklar, wie viele Mitarbeiter dort aktuell tätig sind. Es dürften aber mehrere Hundert sein. Ohne Sales- und Marketing-Team ist das Potenzial für die Kundengewinnung aber stark eingeschränkt.
Möglicherweise hat das Unternehmen auch bereits einige Lizenznehmer. So wurde zur Google I/O 2024 klar, dass Google Interesse an der Technik hat. Das Unternehmen zeigte dort eine Art AR-Headset mit installiertem KI-Assistenten . Inwiefern daraus eine wirkliche Partnerschaft entstand, bleibt ungewiss. Bloomberg erhielt auf Anfrage keine Antwort von Google oder Magic Leap.
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