Abo
  • Services:
Anzeige
Tupac postum auf der Bühne: 3D-Projektionen sind nur der Anfang.
Tupac postum auf der Bühne: 3D-Projektionen sind nur der Anfang. (Bild: Christopher Polk/Getty Images)

Konzertbranche ist skeptisch

Vertreter der Konzertbranche sind noch skeptisch. Der Präsident und Geschäftsführer des Bundesverbandes der Veranstaltungswirtschaft, Jens Michow, sagt: "Der oberste Satz des Musikveranstalters bedeutet 'live is live'." Er kann sich schwer vorstellen, dass vor digitalen Projektionen "Leute sitzen, klatschen und so tun als würde der Künstler live auftreten"

Anzeige

In Japan schafft die virtuelle Popikone Hatsune Miku allerdings genau das und lockt Tausende Fans in die Konzerthallen. Doch auch der Chef der Konzertagentur Creative Talent, Carlos Fleischmann, sagt: "Das wird mal die eine oder andere Band machen, aber die Leute wollen schon das Original sehen."

Ausschließen will Michow aber nichts: "Ich bin sicher, dass das hier und dort ausprobiert werden wird, und wo es interessant läuft, wird es auch sicher mehrfach veranstaltet und kopiert werden." Und wer weiß schon heute, wie die Generation Youtube künftig darüber denkt? "Wir haben uns viele Dinge vor fünf Jahren nicht vorstellen können, die heute für uns gang und gäbe sind", sagt Michow. Er hält Augmented-Reality-Konzerte am ehesten für möglich, wenn es um verstorbene Künstler wie Elvis, Michael Jackson oder Amy Winehouse geht und es keine Konkurrenz zum wahren Liveerlebnis gibt. "Wenn ich dann Mozart live erleben kann, weil man das alles virtuell herstellen kann, ist das eine tolle Sache."

Mozart und Elvis live sehen

Was sich in der Praxis durchsetzen könnte, hängt natürlich vom Publikum ab: Lassen sich Konzerterlebnisse in den virtuellen und vergleichsweise einsamen Raum übertragen, und wie viel Technik wollen Besucher mitbringen? Stundenlang ein Handy in die Luft zu halten, ist indes schon weit verbreitet. "Brillen sind der nächste Schritt, aber ich glaube in zwei bis drei Jahren wird die Akzeptanz für Brillen nochmal viel höher sein", sagt Behr. Und schließlich hat das Kino dem Publikum bereits beigebracht, die 3D-Brille aufzusetzen.

Mögliche Preise von und für Augmented-Reality-Konzerte lassen sich noch kaum kalkulieren. Die Fraunhofer-IGD-Experten gehen aber davon aus, dass sich viele IT-affine Nutzer in den nächsten Jahren ohnehin eine Datenbrille anschaffen und ein damit kompatibles Smartphone haben. Damit käme ein Teil der Kosten gar nicht auf den Veranstalter des Konzertes zu.

Arbeitet man ausschließlich mit synthetischem Material, eröffnen sich übrigens noch mal ganz neue digitale Konzertwelten - mit dem Head-Mounted-Display zu Hause auf dem Sofa. So könnte nicht nur die Band virtualisiert werden, sondern die komplette Bühne, sagt Behr. "Das ist natürlich ein Riesenschritt, dann bin ich völlig frei, dann kann ich als Besucher die Musiker auf dem Mars schweben lassen oder mich selbst mit auf die Bühne begeben."

 Augmented Reality: Avatar live in concert

eye home zur Startseite
gogotox 24. Jun 2013

Dass es Leute gibt, die so etwas wollen, scheint doch bewiesen zu sein mit Miku Hatsune...

elgooG 23. Jun 2013

Eigentlich ist die Band (bzw. die Bands) nicht virtuell: http://i.imagebanana.com/img...

Fairy Tail 21. Jun 2013

Sowas hat sich aber schon durchgesetzt: Hatsune Miku. Europa ist nicht der Mittelpunkt...

MichaelIls 20. Jun 2013

wollt ich auch schreiben, Hatsune Miku ..'s Giving Day etc. sind schon ein alter Hut und...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch Start-up GmbH, Renningen
  2. Ratbacher GmbH, Raum Darmstadt
  3. ROHDE & SCHWARZ GmbH & Co. KG, München
  4. Qioptiq Photonics GmbH & Co. KG, Feldkirchen


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals
  2. bei Caseking
  3. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

Folgen Sie uns
       


  1. Platooning

    Daimler fährt in den USA mit Lkw im autonomen Konvoi

  2. Suchmaschine

    Apple stellt Siri auf Google um

  3. Gruppenchat

    Skype for Business wird durch Microsoft Teams ersetzt

  4. Teardown

    iFixit findet größeren Akku in Apple Watch Series 3

  5. Coffee Lake

    Intel verkauft sechs Kerne für unter 200 Euro

  6. MacOS 10.13

    Apple gibt High Sierra frei

  7. WatchOS 4.0 im Test

    Apples praktische Taschenlampe mit autarkem Musikplayer

  8. Werksreset

    Unitymedia stellt Senderbelegung heute in Hessen um

  9. Aero 15 X

    Mehr Frames mit der GTX 1070 im neuen Gigabyte-Laptop

  10. Review Bombing

    Valve verbessert Transparenz bei Nutzerbewertungen auf Steam



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Parkplatz-Erkennung: Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten
Parkplatz-Erkennung
Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten
  1. Die Woche im Video Schwachstellen, wohin man schaut
  2. Drei Modelle vorgestellt Elektrokleinwagen e.Go erhöht die Spannung
  3. Automated Valet Parking Lass das Parkhaus das Auto parken!

Optionsbleed: Apache-Webserver blutet
Optionsbleed
Apache-Webserver blutet
  1. Apache-Sicherheitslücke Optionsbleed bereits 2014 entdeckt und übersehen
  2. Open Source Projekt Oracle will Java EE abgeben

Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test: Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test
Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
  1. Adware Lenovo zahlt Millionenstrafe wegen Superfish
  2. Lenovo Smartphone- und Servergeschäft sorgen für Verlust
  3. Lenovo Patent beschreibt selbstheilendes Smartphone-Display

  1. Re: Drecks-Laden

    Bautz | 09:03

  2. Re: Sockel-Chaos

    exxo | 09:02

  3. Re: Wie oft wollen sie den noch ersetzen

    Kakiss | 09:01

  4. Re: Seit 6 Monaten Win10, aber ...

    Bautz | 09:01

  5. Re: Echtzeit im Berufsleben

    photoliner | 09:01


  1. 09:11

  2. 08:57

  3. 07:51

  4. 07:23

  5. 07:08

  6. 19:40

  7. 19:00

  8. 17:32


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel