Augen: Besser sehen bei der Bildschirmarbeit
Arbeitsplatzbrille, Blaulichtfilter, Glaukom: Was ist bei langen Arbeitszeiten am Monitor zu beachten? Eine Augenärztin gibt Tipps.
Bei einem Acht-Stunden-Job schauen viele von uns ein Drittel des Tages auf einen Computermonitor. Dazu kommen Smartphone und Tablet, der Fernseher und Computerspiele in der Freizeit. Das kann doch nicht gut sein für die Augen, oder? Wir geben Tipps für den optimalen Durchblick, zusammengestellt mithilfe einer Augenärztin mit eigener Praxis bei München*.
Die Ärztin mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung erzählt uns, dass die Patienten sie vor allem auf zwei Themen ansprechen: Arbeitsplatzbrillen und trockene Augen.
Normale Gleitsichtbrillen sind nichts für die Bildschirmarbeit
Eine Arbeitsplatzbrille ist eine Gleitsichtbrille, die speziell auf die Entfernungen bei typischer Bildschirmarbeit abgestimmt ist.
"In normalen Gleitsichtbrillen ist der Bereich, in dem die beste Schärfe für den Monitor liegt, etwas unterhalb der Pupillenmitte", erklärt die Augenärztin. Will man mit einer solchen Gleitsichtbrille am Computer arbeiten, muss man den Kopf leicht in den Nacken legen, um das Monitorbild scharf zu sehen.
"Auf Dauer führt das zu Verspannungen der Nackenmuskulatur und zu Ermüdung. Bei einer Arbeitsplatzbrille passiert das nicht, weil der obere Glasbereich auf die Distanz etwa bis zum Monitor eingeschliffen ist." Damit können Anwender besonders einfach zwischen Tastatur oder Papieren unten und dem Bildschirm weiter oben hin- und herblicken, ohne ständig die Brille abnehmen oder wechseln zu müssen.
Durch die exakte Anpassung der Brillengläser an individuelle Arbeitsentfernungen von Monitor, PC und eventuell weiteren Arbeitsutensilien, kommt es bei vielen Personen weniger häufig zu Spannungskopfschmerzen, Druck hinter der Stirn und ähnlichen Symptomen. Einige Arbeitsplatzbrillen haben außerdem Blaulichtfilter, dazu später mehr.
Arbeitsplatzbrillen gibt's beim Augenarzt
Ob eine Arbeitsplatzbrille nötig ist, wird im Rahmen einer arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung festgestellt. Dabei wird auch auf weitere Aspekte im Büro geachtet: Beleuchtung, Sitzhaltung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und der Abstand zu den Kollegen. Falls eine Arbeitsplatzbrille verschrieben wird, müssen die Kosten laut Sozialgesetzbuch vom Arbeitgeber übernommen werden.
Trotz richtiger Arbeitsplatzbrille bleibt für viele Bildschirmarbeitende noch Problem Nummer 2: trockene Augen.