Auftragsmord: Suche Killer, biete Bitcoin

Ein Mann heuert einen Auftragsmörder an, um eine Internetbekanntschaft zu töten - kein Einzelfall: Betrüger haben um die Nachfrage nach Killern mit Bitcoin-Zahlung ein ganzes Geschäftsmodell aufgebaut.

Artikel von Elke Wittich und veröffentlicht am
Betrugsmasche Bitcoin-Killer: Morde, die wie Unfälle aussehen, kosten mehr.
Betrugsmasche Bitcoin-Killer: Morde, die wie Unfälle aussehen, kosten mehr. (Bild: Sammy-Sander auf Pixabay)

Mann trifft Frau im Internet, Mann verliebt sich in Frau, Frau trifft Mann im echten Leben und möchte die Sache beenden, Mann nicht - soweit keine ungewöhnliche Geschichte. Bei einem in Kalifornien lebenden Mann endete sie allerdings mit dem Versuch, einen Auftragsmörder anzuheuern, der die Frau töten sollte. Dies hat der Mann kürzlich während einer Vorverhandlung vor Gericht zugegeben.

Bezahlen wollte der Mann den Mörder mit Bitcoin im damaligen Wert von umgerechnet 13.000 US-Dollar. Das wirklich Überraschende an dem offenbar wenig durchdachten Plan ist, dass es sich dabei nicht um einen Einzelfall handelt: Der Versuch, einen Killer gegen Bezahlung in Bitcoin anzuheuern, ist so verbreitet, dass Betrüger genau das zu ihrem Geschäftsmodell gemacht haben.

Die Angelegenheit beenden

Begonnen hatte der Fall im Jahr 2020. Der in Beverly Hills wohnende Scott B. lernte über das Internet eine Frau kennen, die in den Veröffentlichungen des Gerichts lediglich als "Victim 1" (Opfer 1) bezeichnet wird. Nach einiger Zeit des online Kennenlernens flog die Frau schließlich nach Los Angeles, wo sie sich mit B. traf.

Das Treffen war kein angenehmes, Victim 1 bezeichnete das Verhalten von B. später als "sexuell aggressiv". Und versuchte dementsprechend nach ihrem Besuch in LA mehrmals, die Beziehung mit B. zu beenden.

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B. aber wollte das Ende der Beziehung, die eigentlich ja kaum angefangen hatte, nicht akzeptieren. In den folgenden Monaten versuchte er immer wieder, Victim 1 anzurufen oder ihr Textnachrichten zu schicken. Bis dann am 20. April 2021 eine mit Victim 1 verwandte Person B.s Vater anrief und ihm Textnachrichten mit der Aufforderung schickte, seinem Sohn klarzumachen, dass er die Frau in Ruhe lassen solle. Offenbar war es B. selbst, der vom Anschluss seines Vaters aus antwortete: "Betrachtet die Angelegenheit als erledigt".

Doch die Angelegenheit zu erledigen, hieß für B. offenbar etwas anderes als allgemein üblich. Er begab sich in den gerne als Dark Web bezeichneten Teil des Internets und landete auf der Seite einer Gruppe, die dort ihre Auftragsmörderdienste bewarb - und das scheinbar zum Schnäppchentarif in Bitcoin.

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Ganz und gar nicht der perfekte Mord 
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kranzj 16. Jul 2022 / Themenstart

... solche Taten effektiv zu verhindern, indem es die Dummheit der Auftraggeber effektiv...

chefin 14. Jul 2022 / Themenstart

Ähh nein, man heuert die Person die man töten will an, John Wick zu killen.

Beardsmear 14. Jul 2022 / Themenstart

Ich bezweifle, dass das jemand hauptberuflich machen würde, schon aus offensichtlichen...

PhelphePhirpht 13. Jul 2022 / Themenstart

Meine Fresse. Aber dennoch war er für dich so interessant dass du ihn angeklickt...

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