Einen Mord bestellen wie im Film

Als Scott B. den Mord an Victim 1 am 28. April 2021 buchte, verhielt er sich ganz so, wie man einen erfolgreichen Mordauftraggeber aus dem Film kennt. "Ich möchte, dass es wie ein Unfall aussieht, aber ein schief gelaufener Raub funktioniert vielleicht besser. Hauptsache, sie ist tot."

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Offensichtlich sorgte er sich aber auch, dass seine Nachstellungen und Kontaktversuche aus den vorangegangenen Monaten auf ihn als Auftraggeber hindeuten könnten. "Ich möchte auch, dass ihr Telefon dabei gefunden und irreparabel zerstört wird", fügte er seinem Auftrag hinzu - nicht bedenkend, dass zumindest eine mit Victim 1 verwandte Person von der Beziehung wusste und sogar versucht hatte, B.s Vater zu kontaktieren.

Kein Mord, kein Täter ...

Keiner der genannten Fälle führte zum Tod des vorgesehenen Opfers. Aber nicht immer lag das daran, dass sich die Auftraggeber dummerweise direkt an einen FBI-Agenten wandten, der undercover nach mordlustigen Verwandten und Bekannten suchte. In den meisten Fällen, so auch im Fall B., gerieten die Auftraggeber sehr wohl an Kriminelle - allerdings nicht an Auftragsmörder, sondern an Gauner, die es einfach darauf abgesehen hatten, dumme Menschen von ihrem Geld zu trennen.

Waren die angeblichen Killer einmal bezahlt, versuchten sie in einigen Fällen, noch ein bisschen zusätzlich aus den Auftraggebern herauszuholen. Ein kleiner Bonus, damit es wie ein Unfall aussehen würde, oder Extrakosten für einen besonders talentierten Killer waren die Argumente dafür, dass die vereinbarte Tat nun doch mehr kosten würde.

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Sobald aber absehbar ist, dass beim besten Willen einfach nicht mehr Bitcoins herauszuholen sind, werden die als Mörder Beauftragten aktiv. Nicht, dass sie das geplante Opfer töten würden, weit gefehlt, stattdessen übergeben sie den kompletten Schrift- und Zahlungsverkehr an ein Medienunternehmen, das dann umgehend die Daten an die Polizei weiterreicht.

Ob die angeblichen Killer das machen, um sich ein bisschen wie Robin Hood zu fühlen, weil sie damit für eine gewisse Gerechtigkeit sorgen, oder ob sie einfach keine Lust auf Beschwerdemails haben, weil das Opfer immer noch nicht umgebracht wurde, ist unbekannt. Denn wer die Auftragnehmer sind, das konnte bisher in keinem Fall ermittelt werden - die Spuren verlieren sich irgendwo auf der Welt. Sie sind einfach weg, genau wie die gezahlten Bitcoins.

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 Ganz und gar nicht der perfekte MordVerhaftete Auftraggeber 
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kranzj 16. Jul 2022 / Themenstart

... solche Taten effektiv zu verhindern, indem es die Dummheit der Auftraggeber effektiv...

chefin 14. Jul 2022 / Themenstart

Ähh nein, man heuert die Person die man töten will an, John Wick zu killen.

Beardsmear 14. Jul 2022 / Themenstart

Ich bezweifle, dass das jemand hauptberuflich machen würde, schon aus offensichtlichen...

PhelphePhirpht 13. Jul 2022 / Themenstart

Meine Fresse. Aber dennoch war er für dich so interessant dass du ihn angeklickt...

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