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Auftragsherstellung: Notverkauf von Intel Foundry wird weiter vorbereitet

Wenn das Herstellungsverfahren 18A nicht die Erwartungen erfüllt, muss sich Intel offenbar von seiner milliardenteuren Foundry-Sparte trennen. Wenn auch widerwillig, wie die neue Konzernführung zugibt.
/ Achim Sawall
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Intel im Straßenbild von Großbritannien (Bild: Leon Neal/Getty Images)
Intel im Straßenbild von Großbritannien Bild: Leon Neal/Getty Images

Intel könnte zum Verkauf seiner Auftragsfertigung Intel Foundry gezwungen sein, wenn das Herstellungsverfahren 18A sich im kommenden Jahr nicht als Erfolg erweist. Das geht aus Aussagen der beiden neuen Interims-CEOs Michelle Johnston Holthaus und David Zinsner auf der Barclays 22nd Annual Global Technology Conference(öffnet im neuen Fenster) in San Francisco am 12. Dezember 2024 hervor.

Auf der Konferenz wurden Holthaus und Zinsner, die nach der Entlassung von Pat Gelsinger als Co-CEOs ernannt wurden, gefragt, ob die Fortführung der Kombination von Auftragsfertigung und Chipdesign an den Erfolg von 18A gebunden sei.

"Halte ich es aus pragmatischer Sicht für sinnvoll, dass dies vollständig getrennt wird und es keine Verbindung gibt?" , sagte Holthaus. "Ich glaube nicht. Aber darüber wird jemand entscheiden."

Erfolg von 18A-Node entscheidet über die Zukunft von Intel Foundry

Zinsner, der zugleich Finanzchef ist, erläuterte, dass Intel bereits den Finanzbereich und den Betrieb von Intel Foundry in eine eigenständige Tochtergesellschaft abtrenne. "Das wird passieren" , sagte Zinsner. "Wird es jemals vollständig getrennt? Das ist eine offene Frage für einen anderen Tag."

Der 18A-Node ist der erste Herstellungsprozess, bei dem Intel Foundry in der Vergangenheit ein großes Interesse von potenziellen Kunden und eine guten Auslastung der Fabriken prognostizierte. Mit 18A will Intel bei Panther Lake , dem für 2026 geplanten Nachfolger der Lunar-Lake-Notebook-CPUs, wieder größtenteils mit eigenen Kapazitäten fertigen.

Chiplets für Alder und Lunar Lake lässt Intel immer noch größtenteils bei dem konkurrierenden Auftragsfertiger TSMC herstellen. Das kostet viel Geld und drückt die Marge, während der eigenen Foundry die Nachfrage fehlt. Nach Einschätzung eines Goldman-Sachs-Analysten könnte das Outsourcing in den Jahren 2024 und 2025 bis zu 9,7 Milliarden US-Dollar kosten.


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