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Auftragshersteller: Foxconn will eigene Elektronikmarken entwickeln

Foxconn-Gründer Terry Gou möchte eigene Marken aufbauen. Ob das den Markenherstellern Apple, Huawei oder Amazon gefällt, die bei dem weltgrößten Auftragshersteller produzieren lassen?

Artikel veröffentlicht am ,
Foxconn-Arbeiter kehren nach der Mittagspause zur Arbeit zurück.
Foxconn-Arbeiter kehren nach der Mittagspause zur Arbeit zurück. (Bild: STR/AFP/Getty Images)

Foxconn-Technology-Gründer Terry Gou will eigene Marken durch Entwicklung und durch Übernahmen aufbauen. Das sagte der Chef des weltgrößten Auftragsherstellers der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei. Der taiwanische Konzern hat mit InFocus bereits eine eigene Marke für Fernseher, Beamer und Smartphones entwickelt, die aber laut Nikkei außerhalb Asien wenig bekannt ist.

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Foxconn ist Auftragshersteller für Apple, Huawei, Amazon, Cisco, Dell, Hewlett-Packard, Intel, Microsoft, Nintendo, Sony und andere.

Auch an einer Übernahme des Toshiba-Flashspeicherbereichs Semiconductor Fabrication Plant ist Foxconn weiter interessiert. "Apple und Amazon werden Geld in den Deal stecken", sagte Gou. Wall Street Journal und die Nachrichtenagentur Bloomberg berichteten im April, dass Foxconn bis zu drei Billionen Yen (27 Milliarden US-Dollar) für den Geschäftsbereich der Japaner biete.

Bevorzugt würde Toshiba den Bereich an ein staatlich geführtes Konsortium aus Japan abgeben. Zu dem Konsortium unter Führung der staatlichen Fonds Innovation Network Corporation of Japan gehören die ebenfalls staatliche Development Bank of Japan und der US-Finanzinvestor Bain, der mit dem südkoreanischen Konkurrenten SK Hynix zusammenarbeitet. Foxconn hatte im März 2016 die Übernahme von Sharp offiziell bekanntgegeben. Der Kaufpreis betrug 3,5 Milliarden US-Dollar. In monatelangen Verhandlungen war der Betrag erheblich gesenkt worden. Noch Ende Februar 2016 hatte Foxconn 6,24 Milliarden US-Dollar für Sharp geboten.

Foxconn hat weniger Arbeiter

Foxconn soll laut Nikkei durch verstärkten Einsatz von Automation in China nur noch 700.000 Beschäftigte haben. Zuvor arbeiteten 1,2 Millionen Menschen bei dem Konzern, die 40 Prozent der weltweit verkauften Unterhaltungselektronik montieren. Der Konzern ist auch in Osteuropa, Mexiko, Brasilien und anderen Staaten aktiv.

Foxconn und Pegatron werden unmenschliche Arbeitsbedingungen in seinen Fabriken vorgehalten. Immer wieder kommt es bei Foxconn zu Selbsttötungen der Arbeiter. Im Juni 2010 hatte ein Foxconn-Arbeiter erklärt, dass sich trotz Versprechungen der Konzernleitung die inhumanen Arbeitsbedingungen mit vielen Überstunden, Sprechverbot und Siebentagewoche nicht verändert hätten. Er müsse weiterhin elf Stunden am Tag von 7:30 bis 19:30 Uhr arbeiten, an sieben Tagen in der Woche, mit nur 30 Minuten Pause für Mittag- und Abendessen.



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Tuxgamer12 18. Jul 2017

Ließ mal letzten Absatz des Golem-Artikels: "Im Juni 2010 hatte ein Foxconn-Arbeiter...

Zensurfeind 18. Jul 2017

Bei Foxconn haben wir mal Tablets herstellen lassen, Das ging natürlich nur mit der...

nicoledos 18. Jul 2017

Einzelne Komponenten für Endkunden zu bieten ist noch mal etwas anderes. Hier geht es...

Teebecher 17. Jul 2017

Das wäre doch mal eine gute Option, das Geld aus der Portokasse etwas zu lichten. Und...


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