Auftragshersteller: Foxconn soll Flüsse und Luft verseuchen

Foxconn Technology und Unimicron Technology werden in China wegen Vorwürfen zu Verseuchung von Luft und Wasser mit Schwermetallen überprüft. Das berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Ding Yudong, Vice Director beim lokalen Ministerium für Umweltschutz in Kunshan. Zuvor waren von dem chinesischen Umweltschützer Ma Jun und fünf Organisationen Anschuldigungen gegen die Hersteller und ihre Fabriken in Kunshan in der südchinesischen Provinz Jiangsu erhoben worden.
Unimicron ist ein Platinenhersteller, der laut Financial Times(öffnet im neuen Fenster) fast 20.000 Mitarbeiter beschäftigt. Apple lässt von Foxconn und Unimicron in Kunshan Produkte fertigen.
Nach Angaben der Umweltgruppen werden die Flüsse Huangcangjing und Hanputang durch den dort ansässigen Industriekomplex der Hersteller verseucht. Die Flüsse münden in den Jangtsekiang und den Huangpu-Fluss. Die Verseuchung hat den Beschuldigungen zufolge häufigere Krebserkrankungen in der Bevölkerung zur Folge, was aber nicht zweifelsfrei zu beweisen ist.
Die Überprüfungen könnten einige Wochen dauern. Die Unternehmen seien berechtigt, Abwässer in die Flüsse einzuleiten, jedoch nur unter bestimmten Auflagen, sagte Ding dem Wall Street Journal.
Laut Interviews mit Anwohnern in der Region Kunshan sind viele Flüsse und Kanäle durch die Ansiedlung von zahlreichen Elektronikherstellern in den vergangenen zehn Jahren trübe und stinkend.
Foxconn hat, wie in solchen Fällen üblich, den Bericht dementiert und erklärt, der weltgrößte Auftragshersteller folge genau den Umweltauflagen der lokalen Regierungen. Auch Unimicron hat alle Berichte über Umweltzerstörung durch das Unternehmen zurückgewiesen.



