Auftragsfertiger: Samsung gibt Nodes und Exynos an Partner
Samsung hat das Safe-Programm (Samsung Advanced Foundry Ecosystem(öffnet im neuen Fenster)) für Partner angekündigt, die in Südkorea ihre Prozessoren bei Samsung fertigen lassen möchten. Das Programm soll Kunden die Möglichkeit geben, ihre Chips schneller zu konzipieren und in die Produktion zu bringen. Samsung liefert dafür die notwendigen Process Design Kits (PDK), Referenzvorgehensweisen mit Design Methoden sowie generelle IP- und ASIC-Unterstützung.
Hintergrund ist, dass Samsung seine in den vergangenen Jahren gebauten und extrem teuren Halbleiterwerke (Fabs) auslasten muss – aber offenbar nicht ausreichend Kunden findet. Zwar lassen AMD und Apple sowie Nvidia ihre Chips teilweise von den Südkoreanern fertigen, mit Qualcomm soll aber einer der Hauptabnehmer für den kommenden Snapdragon 855 zur taiwanischen TSMC wechseln. Zwar dürfte Qualcomm danach wieder bei Samsung einkaufen, dennoch sind mehr kleinere Kunden der sinnvollere Weg, statt sich von einigen wenigen aber großen Abnehmern abhängig zu machen.
Exynos für alle!
In die gleiche Richtung geht die Idee, die hauseigenen Exynos-Chips künftig nicht mehr exklusiv(öffnet im neuen Fenster) in Samsung-Smartphones zu verwenden. Bisher stecken die Exynos vor allem in Galaxy-Geräten, wenngleich nur für bestimmte Regionen – in den anderen sind es Snapdragons von Qualcomm. Sollte Samsung die Exynos auch an Mitbewerber verkaufen, würde sich die Fertigung mehr lohnen und damit das Foundry-Geschäft wirtschaftlicher machen.
Darunter fällt auch der MPW Shuttle Service(öffnet im neuen Fenster): Bei Multiple-Wafer-Projekten werden unterschiedliche Chips auf einem 200- oder 300-mm-Wafer mit der gleichen Technik belichtet, etwa dem neuen 8LPP-Node. Kunden können im Zweimonatsrhythmus so ihre Designs austesten.
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