Abo
  • IT-Karriere:

Auftragsfertiger: Samsung erweitert Roadmap bis 4 nm plus EUV

Sechs neue Herstellungstechniken: Samsung wird künftig FinFET-Verfahren von 8 nm bis hinab zu 4 nm für Prozessoren anbieten, ab 7 nm zudem mit extrem ultravioletter Strahlung. Hinzu kommt ein Node mit Sperrschicht für unter anderem MRAM.

Artikel veröffentlicht am ,
Roadmap bis 4 nm
Roadmap bis 4 nm (Bild: Samsung via EE-Times)

Der Auftragsfertiger Samsung hat einen umfassenden Ausblick auf kommende Herstellungsverfahren von Mikrochips gegeben. Der Hersteller legte auf dem hauseigenen Samsung Foundry Forum im kalifornischen San Jose eine Roadmap für kommende Fertigungsprozesse, sogenannte Nodes, vor.

  • Node-Roadmap (Foto: Samsung via EE-Times)
Node-Roadmap (Foto: Samsung via EE-Times)
Stellenmarkt
  1. Porsche AG, Zuffenhausen
  2. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Köln

Aktuell bietet Samsung mehrere 14- und 10-nm-FinFet-Varianten sowie den 28FDS (FD-Soi) an. In den nächsten Monaten und Jahren möchte der Hersteller folgende neue Prozesse zur Verfügung stellen: 8LPP, 7LPP mit EUV, 6LPP mit EUV, 5LPP mit MBCFET und 18FDS. Die Nodes bauen teilweise aufeinander auf und stellen optimierte Ableger dar, wenngleich ihre Bezeichnungen etwas anderes suggerieren. Dieses Vorgehen ist bei allen Fertigern gleich.

Ab 7LPP wird EUV genutzt

8LPP (Low Power Plus) basiert auf dem bisherigen 10LPP-Verfahren, soll aber Vorteile bei der Gate-Dichte und der Taktbarkeit der Transistoren aufweisen. 7LPP ist der erste Node, der EUV-Lithografie (Extreme Ultra Violet) mit extrem ultravioletter Strahlung anstelle der bisherigen Immersionslithografie nutzt. Eingesetzt werden 250-Watt-Maschinen des niederländischen Ausrüsters ASML. 6LPP ist eine verbesserte Variante von 7LPP mit Fokus auf eine geringere Chipfläche und verringerte Leckströme.

  • Kinam Kim, Präsident von Samsung Electronics Semiconductor Business, erläutert die Roadmap. (Foto: Samsung)
  • Samsung-Manager sprechen über neue Nodes. (Foto: Samsung)
  • Das Foundry Forum fand in San Jose statt. (Foto: Samsung)
Kinam Kim, Präsident von Samsung Electronics Semiconductor Business, erläutert die Roadmap. (Foto: Samsung)

Mit 5LPP plant Samsung laut eigener Aussage, mehrere nicht benannte technische Innovationen zu integrieren, welche die Skalierbarkeit von FinFet-Transistoren verbessern sollen. Das Ziel ist unter anderem eine reduzierte Leistungsaufnahme. 4LPP wird eine MBCFET-Struktur (Multi Bridge Channel Fet) verwenden, so nennt Samsung seine Umsetzung von GAAFET (Gate All Around Fet). Denkbar sind hier vier statt zwei Gates pro Transistor per Nanosheets.

FD-SOI auch bei Samsung wichtig

Für Hochfrequenz-Plattformen (RF, Radio Frequency) oder EMRAM (Embedded Magnetic Random Access Memory) plant Samsung das 18FDS-Verfahren. Es folgt auf den 28FDS-Prozess, basiert auf einem 14-nm-Backend und nutzt eine isolierende Sperrschicht aus Siliziumoxid (FD-SOI). Diese verhindert ein Abwandern von Elektronen, die Leckströme sinken. 18FDS ist ein Node, der für PPA (Power/Performance/Area) optimiert ist - also primär für eine niedrige Leistungsaufnahme, gefolgt von einer hohen Schaltgeschwindigkeit und einer geringen Chipfläche.

Zu welchem Zeitpunkt die neuen Nodes jeweils für die Fertigung von Chips verfügbar sein sollen, hat Samsung nicht gesagt.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-85%) 8,99€
  2. 2,99€

MuellersSohn 18. Jul 2018

Ich widerspreche meinem Vorredner, dass ist so nicht korrekt. Die Auflösungsgrenze des...


Folgen Sie uns
       


Zulassung autonomer Autos: Der Mensch fährt besser als gedacht
Zulassung autonomer Autos
Der Mensch fährt besser als gedacht

Mehrere Jahre haben Wissenschaftler und Autokonzerne an Testverfahren für einen Autobahnpiloten geforscht. Die Ergebnisse sprechen für den umfangreichen Einsatz von Simulation. Und gegen den schnellen Einsatz der Technik.
Von Friedhelm Greis

  1. Ingolstadt Audi vernetzt Autos mit Ampeln
  2. Waymo One Lyft vermittelt Waymos autonome Taxis
  3. OPA, Mems und MMT Wer baut den ersten Super-Lidar?

Katamaran Energy Observer: Kaffee zu kochen heißt, zwei Minuten später anzukommen
Katamaran Energy Observer
Kaffee zu kochen heißt, zwei Minuten später anzukommen

Schiffe müssen keine Dreckschleudern sein: Victorien Erussard und Jérôme Delafosse haben ein Boot konstruiert, das ohne fossilen Treibstoff auskommt. Es kann sogar auf hoher See selbst Treibstoff aus Meerwasser gewinnen. Auf ihrer Tour um die Welt wirbt die Energy Observer für erneuerbare Energien.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Umweltschutz Kanäle in NRW bekommen Ladesäulen für Binnenschiffe
  2. Transport DLR plant Testfeld für autonome Schiffe in Brandenburg
  3. C-Enduro Britische Marine testet autonomes Wasserfahrzeug

Azure Speech Service: Microsofts Demos entstehen im fensterlosen Nerd-Keller
Azure Speech Service
Microsofts Demos entstehen im fensterlosen Nerd-Keller

Build 2019 Moderne Architektur, große Fenster, ein Zen-Garten: Microsofts Campus wirkt außen modern und aufgeräumt. Präsentationen entstehen trotzdem in einem fensterlosen Raum, in dem sich Hardware und Werkzeug stapeln. Microsoft zeigt dort auch eine ungeskriptete Version seiner Spracherkennungssoftware.
Von Oliver Nickel

  1. Beta Writer Algorithmus schreibt wissenschaftliches Buch
  2. Google Neuer KI-Rat soll Googles ethische Richtlinien umsetzen
  3. Affectiva KI erkennt die Gefühle von Autofahrern

    •  /