Auftragsfertiger: Globalfoundries stoppt 7-nm-Verfahren

Globalfoundries wirft bei 7 nm hin(öffnet im neuen Fenster) : Der nach der TSMC und Samsung drittgrößte Auftragsfertiger hat nicht genügend Kunden, um den Herstellungsprozess zu finanzieren und hat daher die Entwicklung des Nodes gestoppt. Diese Ankündigung kommt nicht überraschend, denn außer AMD hat kein großer Fabless-Partner bei Globalfoundries lukrative Produkte in Auftrag gegeben, was den finanziellen Spielraum einschränkte.
In den vergangenen Monaten wurde immer wieder Personal entlassen und auch die neue Strategieausrichtung kostet fünf Prozent der Angestellten - vor allem in der Fab bei Malta im Bundesstaat New York - den Job. Künftig wird Globalfoundries den Fokus auf 14-nm-Derivate legen, beispielsweise das von Samsung lizenzierte 14LPP, das verfeinerte 12LP, wie es für AMDs Pinnacale Ridge wie den Ryzen 7 2700X (Test) verwendet wird, und auf das 14LPC/14LPU für kleinere Chips. Zudem werden weiterhin SOI-basierte Prozesse wie 12FDX angeboten.

Ein Blick auf AMD machte schon vor über einem halben Jahr klar, dass Globalfoundries bei 7 nm nicht liefern kann: Der CPU/GPU-Entwickler lässt den Vega-20-Chip und die Navi-Generation bei der TSMC in 7 nm fertigen und auch die nächste Zen-Iteration stammt von der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company. Interessant wird, wie das neue Wafer Supply Agreement (WSA) ausfällt und auf welchen Prozess dann IBM für den Power10 setzt. Der Power9 wird in einem 14-nm-SOI-Verfahren hergestellt.
Globalfoundries war einst die Fab-Sparte von AMD und 2009 an arabische Investoren verkauft worden. Hinter der Advanced Technology Investment Company steht die staatliche Mubadala Development Company der Vereinigten Arabischen Emirate. Trotz steigender Umsätze konnte Globalfoundries nie Gewinn erwirtschaften.