Auftragsfertiger: Globalfoundries bereitet Börsenstart vor
Globalfoundries geht an die Börse, ein entsprechender IPO-Antrag (Initial Public Offering)(öffnet im neuen Fenster) an die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC wurde eingereicht. Einige Punkte sind noch offen(öffnet im neuen Fenster), klar ist aber, dass Globalfoundries als "GFS" an der US-amerikanischen Nasdaq gehandelt werden möchte.
Bisher fehlen Informationen zu den Anteilen und den Preisen, früheren Berichten zufolge aber soll die Bewertung von Globalfoundries bei bis zu 25 Milliarden US-Dollar liegen. Einer angeblichen Übernahme durch Intel hatte CEO Tom Caulfield eine klare Absage erteilt: "An dieser Geschichte ist nichts dran", sagte er. Zuvor gab es Berichte, wonach Intel rund 30 Milliarden US-Dollar bezahlen könnte.
Globalfoundries entstand 2008 durch die Ausgliederung von AMDs Fab-Sparte, welche im Besitz der Mubadala Investment Company (einst Mubadala Development Company) ist, einer Investitionsfirma des Emirats von Abu Dhabi. Bis heute existieren enge Verbindungen zu AMD, so wurde zuletzt das Wafer Supply Agreement bis Ende Dezember 2024 verlängert.
2020 gab es über 1 Milliarde US-Dollar Verlust
Aus dem IPO-Antrag von Globalfoundries geht hervor, dass der Auftragsfertiger vergangenes Jahr einen Umsatz von 4,851 Milliarden US-Dollar erreicht hat – dabei jedoch einen Verlust von 1,351 Milliarden US-Dollar hinnehmen musste. Im ersten Halbjahr 2021 lag der Umsatz bereits bei 3,038 Milliarden US-Dollar und der Verlust konnte von 534 Millionen US-Dollar auf 301 Millionen US-Dollar reduziert werden.
In den nächsten Monaten sollen mehrere Werke für höhere Kapazitäten erweitert werden: Die Fab 8 in Malta im US-Bundesstaat New York wird für eine Milliarde US-Dollar aufgerüstet, hier soll der jährliche Wafer-Ausstoß um 150.000 Scheiben pro Jahr steigen. Beim neuen Werk in Singapur sollen vier Milliarden US-Dollar die Kapazität um 50 Prozent steigern, so dass ab 2023 bis zu 450.000 Wafer pro Jahr belichtet werden.
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Silicon Saxony weiterhin sehr wichtig
In Dresden wiederum sollen künftig eine Million Scheiben vom Band laufen, da Globalfoundries auch hier investiert. Um die Kapazität um den Faktor 2,5 zu steigern, müsste die Fertigung in Dresden erweitert werden. Derzeit besteht die Fab 1 aus drei Modulen.
Neben den Erweiterungen ist mit der Fab 8.2 auch ein komplett neues Werk in Malta geplant, das die Kapazität des Standorts verdoppeln würde. Abgesehen davon, dass es sich um eine öffentlich-private Partnerschaft handeln soll, nannte Globalfoundries aber keine Informationen. Denkbar wäre eine Zusammenarbeit mit dem US-Militär, das Interesse an der lokalen Halbleiterfertigung hat.
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