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Auftragsfertiger: Erdbeben führt bei TSMC zu mehreren Wochen Verzögerung

Die Erschütterungen in Taiwan haben stärkere Auswirkungen auf den Wafer-Ausstoß des Auftragsfertigers TSMC, als dieser angenommen hatte. Drei Fabs sind beschädigt, über 100.000 Silizium-Scheiben werden erst ein Quartal später belichtet sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Fab 14A im Tainan Science Park
Fab 14A im Tainan Science Park (Bild: TSMC)

Die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company hat bekanntgegeben, dass die Schäden an drei Halbleiterwerken (Fabs) größer sind als angenommen. Dadurch treten mehrwöchige Verzögerungen in der Produktion auf, was die Auslieferung von über 100.000 Wafern nach hinten verschiebt. Statt im ersten Quartal 2016 geht der weltweit größte Auftragsfertiger davon aus, dass die Silizium-Scheiben im zweiten Quartal fertiggestellt sein werden. Mitarbeiter der TSMC wurden durch die Naturkatastrophe nicht verletzt.

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In den frühen Morgenstunden des 06. Februar 2016 hatte ein Erdbeben der Stärke 6,4 den Süden Taiwans erschüttert - das Epizentrum lag in Meinong. Diese Stadt ist nicht allzu weit vom Tainan Science Park entfernt, wo zwei Halbleiterwerke der TSMC stehen - die Fab 14A, die Fab 14B (alias Backend Fab 2) und die Fab 6. Erstere produziert 300-mm-Wafer mit 20-nm-Technik, wie sie beispielsweise Apple für den A8-Chip des iPhone 6 und Qualcomm für den Snapdragon 810 verwendet, letztere fertigt 200-mm-Wafer.

  • Fab 14B (Bild: TSMC)
  • Fab 14A (Bild: TSMC)
  • Fab 6 (Bild: TSMC)
Fab 14B (Bild: TSMC)

TSMC spricht bei der etwas schwerer beschädigten Fab 14A von einer Wafer-Verzögerung von 10 bis 50 Tagen, insgesamt sollen über 100.000 Silizium-Scheiben betroffen sein. Die Fab 6 sei mit ihren Auslieferungen 5 bis 20 Tage hinter Plan, weshalb es auch hier zu einer Verzögerung bis ins zweite Quartal kommt. Die Backend Fab 2 ist laut TSMC nur geringfügig von den Auswirkungen des Erdbebens betroffen. Die Halbleiterwerke im Hsinchu und im Taichung Science Park blieben von der Naturkatastrophe unberührt.

Für das erste Quartal 2016 geht die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company trotz der Schäden mittlerweile von einem höherem Umsatz aus, da unter anderem der Wechselkurs den Taiwan-Dollars verglichen mit der Schätzung von Januar 2016 etwas besser dastehen lässt.



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Mr Miyagi 18. Feb 2016

Geheuchelte Betroffenheit ist in dem Fall genauso unangebracht wie überflüssig. Golem...

Bautz 18. Feb 2016

Ich würde behaupten dass mehr Chips für Qualcom als für Apple hergestellt werden. Auch...

ms510 17. Feb 2016

Wenn sich da die Erde so stark bewegt wird FAB sicher runter gefahren. Aber schön isses...

Quantium40 17. Feb 2016

Ist doch eine super Idee in einer Branche, die schon keine Mitarbeiter über 80kg durch...


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