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Auftragsfertiger: Apple lässt iPhone-Fertigung in den USA durchrechnen

Apple lässt seine iPhones durch Auftragsfertiger in China bauen. Die beiden größten Lieferanten wurden von Apple gebeten, die Fertigung in den USA zu kalkulieren. Äußerungen des designierten US-Präsidenten Donald Trump lassen diese Idee in neuem Licht erscheinen.
/ Michael Linden
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Die USA könnten iPhone-Produktionsstandort werden (Bild: Tilen Hrovatic)
Die USA könnten iPhone-Produktionsstandort werden Bild: Tilen Hrovatic / CC-BY 2.0

Nach einem Bericht der der Wirtschaftszeitung Nikkei Asian Review(öffnet im neuen Fenster) wurden die Auftragsfertiger Foxconn und Pegatron von Apple aufgefordert, eine alternative Fertigung des iPhones in den USA durchzurechnen. Pegatron habe keine Berechnung anstellen wollen, weil die Produktion in den USA aufgrund der höheren Lohnkosten unrentabel sei, heißt es in dem Bericht. Foxconn habe zugesagt, das Szenario zu kalkulieren.

So könnten künftige iPhones den Titel "Made in the USA" oder "Made in America" tragen. Bisher fertigt Apple größtenteils in Asien, wo auch die allermeisten Zulieferbetriebe sitzen und importiert die Smartphones dann. Beim tonnenförmigen MacPro sieht das anders aus: Ihn baut Apple in den USA(öffnet im neuen Fenster).

Vor der Wahl hielt der designierte US-Präsident Donald Trump eine Rede(öffnet im neuen Fenster), in der er betonte, Apple zur Produktion in den USA bringen zu wollen. Er sagte an einer Uni im US-Bundesstaat Virginia: "Wir werden Apple dazu bringen, ihre verdammten Rechner und sonstigen Sachen in diesem Land statt in einem anderen Land zu produzieren" und drohte zur Durchsetzung dieser Forderung mit einer Importsteuer von 45 Prozent auf Waren aus China. Das hätte nicht nur für Apple gravierende Folgen, sondern für die Weltwirtschaft.

In einem Interview mit 60 Minutes(öffnet im neuen Fenster) hatte Tim Cook Ende 2015 auf die Frage, warum Apple in China produziere, geantwortet, dass die Fähigkeiten der chinesischen Arbeiter besser sind. Der Talkmaster fragte nach, ob sie besser seien als Amerikaner oder Deutsche. "In den USA fehlen viele berufliche Qualifikationen", erklärte Cook(öffnet im neuen Fenster). "Ich meine, sie könnten jeden Werkzeugmacher in den USA vermutlich in dieses Studio packen. In China würden Sie mehrere Football-Stadien benötigen.".

Sollte Apple die Produktion wirklich in die USA verlagern wollen, müsste auch geklärt werden, wie das zu den Standorten der Zulieferer passen würde. Die Prozessoren, die Bildschirme, die Speicherbausteine und vieles mehr stamme derzeit aus asiatischer Produktion. Importsteuern würden auch dafür anfallen. Insgesamt besteht die Gefahr, dass sich das iPhone bei gleichbleibender Marge erheblich verteuert.


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