Verfügbarkeit und Fazit
Die Aufsteckkamera Dxo One wird bereits in den USA verkauft, nach Deutschland soll sie im Oktober 2015 kommen. Geplant ist ein Verkauf sowohl über die Internetseite des Herstellers als auch über den Fachhandel. Der Preis liegt bei 600 Euro. Für eine kurze Zeit nach Verkaufsstart sollen Käufer die Lizenzen der Bearbeitungsprogramme Opticspro und Filmpack kostenlos erhalten. Regulär kosten die Anwendungen 200 und 130 Euro.
Die Kamera ist offiziell mit den iPhones 5, 5S, 5C, 6 und 6 Plus kompatibel - die neuen iPhones 6S und 6S Plus werden sicherlich auch unterstützt werden. Bei den Tablets kann die Ansteckkamera mit den iPads Air, Air 2, Mini 2, Mini 3 und dem iPad der vierten Generation genutzt werden. Voraussetzung bei allen Geräten ist iOS in der Version 8 oder höher.
Fazit
Dxo ist mit der One eine kompakte und leistungsstarke Kamera gelungen, die einen tatsächlichen Qualitätsgewinn für iPhone-Fotos darstellt. Sie ist in allen Belangen der im iPhone eingebauten Kamera überlegen - fairerweise muss man allerdings sagen, dass dank der technischen Spezifikationen der Dxo One auch ein Galaxy S6 qualitativ nicht mit der Ansteckkamera mithalten kann.
Die Bilder der Dxo One kommen überraschend nah an die Qualität einer 5D Mark III von Canon heran - ohne die Profikamera einholen zu können. Canons Kamera ist aufgrund des größeren Sensors und der besseren Optik letztlich nicht zu übertreffen: Die Hintergrundunschärfe ist schöner, das Bildrauschen geringer. Die Kamera des im Test verwendeten iPhone 6 Plus hingegen macht bezüglich Auflösung und Detailreichtum merklich schlechtere Aufnahmen als die Dxo One, hat dafür aber Funktionen wie Serienbildaufnahmen und eine HDR-Funktion.
Wenn es schnell gehen muss, bekommt der Nutzer in Situationen mit starken Dynamikunterschieden damit erst einmal bessere Bilder als mit der Dxo One, deren Bilder hier eine Nachbearbeitung erfordern - eben wie bei der 5D Mark III auch. Das bearbeitete finale Bild der Dxo One hingegen ist ohne Zweifel weitaus besser. Überrascht hat uns der Super-RAW-Modus, der tatsächlich besonders bei Aufnahmen in schwierigen dunklen Lichtsituationen ein saubereres Bild als der normale RAW-Modus liefert.
Anders als etwa die separate Smartphone-Kamera von Sony verbindet sich die Dxo One direkt per Lightning-Anschluss mit dem iPhone. Das führt zum einen zu einer hohen Datenübertragungsrate, zum anderen zu einer angenehmen Art der Benutzung: Das iPhone fungiert als schwenkbares Display. Nachteil dieses Aufbaus ist, dass anders als bei der Sony-Kamera das iPhone und die Dxo One nicht an verschiedenen Orten aufgebaut werden können - ohne die Steckverbindung wird das Sucherbild nicht auf das iPhone übertragen.
Kritikpunkte sind für uns der fehlende optische Zoom und ein fehlender Stativanschluss. Die Dxo lässt sich auch ohne Anschluss an ein iPhone verwenden, was sie als unauffällige Kamera für einen zusätzlichen Blickwinkel bei Filmaufnahmen prädestinieren würde, wenn wir sie ohne Hilfsmittel auf ein Stativ schrauben könnten.
Die gute Bildqualität, die robuste Verarbeitung und die schnelle Kommunikation zwischen Kamera und iPhone machen die Dxo One zu einem idealen Zusatzgerät für ernsthafte Fotografen, die ein iPhone besitzen. Leider ist die Ansteckkamera zumindest zum Verkaufsstart noch sehr teuer: Bei einem Preis von 600 Euro könnte sich der eine oder andere Interessent mit dem Kauf schwertun.
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Du hast Recht mit dem Filter, musst aber zugeben, dass das wirklich schon sehr speziell...
Ja, solche Leute kenne ich auch aus dem Studium (und diversen Fotoforen). Technik ist...
Das, und dazu kommt die Bedienung über die Drehräder und letztlich auch das Aussehen...
kwt