Manueller Fokus mit Scharfstellhilfe
So lässt sich der Fokus von der standardmäßig eingestellten einzelnen Scharfstellung auf einen kontinuierlichen und einen komplett manuellen Fokus umstellen. Der manuelle Fokus hat uns äußerst gut gefallen: Die Schärfe wird über eine Leiste am linken Bildrand des Vorschaubildes auf dem iPhone eingestellt, während des Fokussierens erscheint in der Mitte des Sucherbildes ein Quadrat mit einer Ausschnittsvergrößerung. Hier lässt sich der Fokus ziemlich genau kontrollieren. Etwas schade ist, dass der Ausschnitt immer in der Mitte ist. Möchten wir etwa ein Objekt scharf stellen, das sich nicht in der Bildmitte befindet, müssen wir das vor der Bildkomposition erledigen.
Die Blenden- und Zeitautomatiken bieten dieselben Einstellungen, nur dass hier jeweils die Zeit oder die Blende als Vorgabe gewählt wird. Im manuellen Modus werden beide Werte manuell eingestellt, als Orientierung dient eine kleine Leiste am unteren Bildschirmrand, die Über- und Unterbelichtungen visualisiert. Der Zeitenbereich geht von 1/8000 Sekunde bis zu 15 Sekunden, der Blendenbereich von f/1.8 bis f/11. Der ISO-Wert kann zwischen 100 und 51.200 eingestellt werden.
Kleines OLED-Display zeigt Informationen an
Am OLED-Display der Dxo One werden die gewählten Einstellungen der einzelnen Aufnahmemodi beziehungsweise ein passendes Piktogramm des Szenenmodus angezeigt. Die Anzeige dient lediglich der Information, Einstellungen können hier nicht vorgenommen werden.
Das Einstellungsmenü erreicht der Nutzer über die Modiauswahl. Hier lassen sich analog wie bei DSLRs bestimmte Maximalwerte setzen, etwa bei der ISO-Zahl oder der Auslösegeschwindigkeit. Die Beschränkung des ISO-Wertes ist sinnvoll, um ein starkes Bildrauschen aufgrund automatischer ISO-Wahl zu verhindern: Auf diese Weise werden der Kamera zu hohe ISO-Werte quasi verboten.
Auch die Einblendedauer eines aufgenommenen Fotos kann eingestellt werden, außerdem wie und wo Fotos und Videos gespeichert werden. Standardmäßig werden im RAW-Modus die unkomprimierten RAW-Dateien auf der Speicherkarte der Kamera abgelegt, während eine JPG-Version des Fotos direkt auf das iPhone gespielt wird. So können Bilder sofort geteilt werden, ohne viel Datenvolumen zu verbrauchen. Die knapp über 40 MByte großen RAW-Fotos hingegen lassen sich später an einem PC bearbeiten. Alternativ kann der Nutzer auch alle Bilder nur auf der Speicherkarte ablegen, was Platz auf dem Smartphone spart.
Schnelle Übertragung der Fotos an das iPhone
Die Übertragung der Bilder an das iPhone nach der Aufnahme dauert ungefähr eine Sekunde - und ist damit wesentlich schneller als etwa bei Sonys Ansteckkamera QX10. Diese verwendet als Übertragungsmittel WLAN. Die Dxo One versendet die JPGs über den Lightning-Anschluss, der eine erheblich schnellere Übertragungsrate ermöglicht. Die Dxo-Bilder werden direkt in der Fotos-App angezeigt. Von hier aus können Nutzer sie wie die mit der iPhone-Kamera selbst aufgenommenen Bilder einfach bearbeiten oder weiterverschicken.
Videos lassen sich mit der Dxo in maximal 1080p bei einer Framerate von 30 fps aufzeichnen - 4K beherrscht die Kamera nicht. Ein elektronischer Bildstabilisator ist eingebaut, auf einen optischen hat Dxo verzichtet. Ein zweiter Aufnahmemodus nimmt Zeitlupenvideos mit 120 fps und einer Auflösung von 720p auf. Videos lassen sich generell nur auf der Karte speichern, entsprechend werden sie nicht in der Fotos-App von iOS angezeigt, sondern nur in der Dxo-Anwendung.
Noch keine Serienbildaufnahmen möglich
Die Dxo One ist bequem zu bedienen, wenngleich manche von anderen Kameras oder auch der Kamera-App des iPhones genutzten Funktionen noch fehlen. So soll etwa eine Serienbildfunktion erst mit einem Update nachgereicht werden; aktuell können nur Einzelbilder und Videos gemacht werden. Auch Zeitraffer- oder HDR-Aufnahmen sind nicht möglich, wobei ein HDR-Modus bei professioneller Bildbearbeitung im Grunde nicht nötig ist: Hier werden Fotografen eher eine Belichtungsreihe machen, aus denen später ein HDR-Bild erstellt wird. Alternativ lässt sich auch ein einzelnes RAW-Foto im Dynamikumfang bearbeiten.
Die Akkulaufzeit des Dxo One soll dem Hersteller zufolge zwei bis drei Stunden Dauereinsatz bieten, eine verhältnismäßig kurze Zeit. Wir können diesen Zeitraum bestätigen, wird die Kamera allerdings nur hin und wieder verwendet, hält sie bei uns problemlos einen Tag lang. Dxo selbst sieht seine Ansteckkamera eher als Ergänzung zur iPhone-Kamera - Schnappschüsse sollen die Nutzer weiterhin mit ihrem Smartphone machen, nur für ernsthafte Fotografie soll die One herausgeholt werden. Wer die Kamera dennoch häufiger benutzen will, kann sie während der Benutzung über den Micro-USB-Anschluss aufladen.
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Du hast Recht mit dem Filter, musst aber zugeben, dass das wirklich schon sehr speziell...
Ja, solche Leute kenne ich auch aus dem Studium (und diversen Fotoforen). Technik ist...
Das, und dazu kommt die Bedienung über die Drehräder und letztlich auch das Aussehen...
kwt