Aufsichtsratschef: "Intel hat die Richtung verloren"

Intel-Aufsichtsratschef Andy Bryant hat zugegeben, dass der Prozessorhersteller den Trend zu Tablets und Smartphones eindeutig unterschätzt hat. "Dafür zahlen wir jetzt den Preis" , sagte er laut einem Bericht des Blogs All Things D(öffnet im neuen Fenster) auf einer Intel-Investorenkonferenz. Die Informationen, um den Wandel vorherzusehen, seien verfügbar gewesen, aber Intel habe ihn verpasst. "Es war mir persönlich peinlich, dass wir scheinbar die Richtung verloren haben" , sagte Bryant in der Eröffnungsansprache.
Mit der Ernennung von Brian Krzanich zum neuen Vorstandschef habe der Konzern jemanden gefunden, der die Welt so sieht, wie sie sei, und nicht so, wie Intel sie sich wünsche. "Sein Einfluss auf die Strategien beginnt bereits, spürbar zu werden."
Intel habe es geschafft, eine Präsenz bei Tablets aufzubauen. Im kommenden Jahr sei das Ziel, über 40 Millionen SoCs in dem Bereich abzusetzen. "Diese Präsenz müssen wir einfach haben."
Am 15. Oktober 2013 stellte Intel seine Quartalsergebnisse vor . Danach steigerte das Unternehmen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum im dritten Quartal 2013 den Umsatz nur um 0,2 Prozent auf 13,48 Milliarden US-Dollar, der Gewinn ging mit 2,95 Milliarden US-Dollar um 0,2 Prozent zurück.
In dem Bereich "Other Intel Architecture Operating Segments" machte Intel danach 1,83 Milliarden US-Dollar Verlust. In diesem Geschäftsbereich sind die Abteilungen für Tablets, Smartphones und Mobilfunkchips zusammengefasst. Ob wenige Tablet- und Handy-Atoms abgesetzt wurden oder die hohen Investitionskosten für die Weiterentwicklung der von Infineon übernommenen Funkmodule so teuer waren, sagte Intel jedoch nicht.