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Aufschlag auf dem Mond: Teleskop liefert Nachweis für Einschlag von Falcon 9

Mit dem Nachweis von Lithium und Natrium besteht kein Zweifel mehr, dass die Raketenoberstufe von SpaceX die Mondoberfläche erreicht hat.
/ Mario Petzold
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Der UVE-Spektrograf am Very Large Telescope bei der Kalibirierung im Jahr 1999 (Bild: ESO/ H.Zodet)
Der UVE-Spektrograf am Very Large Telescope bei der Kalibirierung im Jahr 1999 Bild: ESO/ H.Zodet

Spektralanalysen von Aufnahmen des Spektrografen für ultraviolettes und sichtbares Licht (Ultraviolet and Visual Echelle Spectrograph, UVES) am Very Large Telescope (VLT) der Europäischen Südsternwarte in Chile zeigen, dass die knapp 10 km große Staubwolke unter anderem Lithium und Natrium enthalten hat. Damit gilt als sicher, dass die Oberstufe der SpaceX Falcon 9 auf der Mondoberfläche eingeschlagen ist. Das berichtet unter anderem The Guardian(öffnet im neuen Fenster).

Laut Zeitstempel der Aufnahmen waren die Elemente am 5. August 2026 ab 8:35 Uhr deutscher Zeit für ungefähr zehn Minuten wahrnehmbar. Das entspricht der vorhergesagten Zeit und auch der Einschlagort entspricht mit dem Rand des sonnenbeschienenen Teils des sichtbaren Mondes den Berechnungen.

Wie von der Europäischen Südsternwarte angekündigt, hatte das VLT den Bereich deshalb in den Fokus genommen. Detaillierte Aufnahmen der Einschlagstelle vor und nach dem Auftreffen der Rakete will die Nasa mit dem Lunar Reconnaissance Orbiter(öffnet im neuen Fenster) in Kürze liefern.

Simulationen hatten ursprünglich nahegelegt, dass mit etwas Glück eine weit über 100 km große Staubwolke hätte entstehen können, die auch mit privaten Teleskopen sichtbar gewesen wäre. Die beobachtete Aufwirbelung des Mondstaub soll jedoch nur 10 km hoch gewesen sein und war damit von der Erde aus kaum sichtbar.

Wissenschaftlichen Nutzen daraus ziehen

Die zugrunde liegende Mission von SpaceX war im Januar 2025 gestartet. Zwei Mondlander waren von der Falcon-9-Trägerrakete ausgesetzt worden, anschließend trieb die Oberstufe steuerlos um den Mond.

Üblicherweise wird den Trägerraketen ein kurzer Schub gegeben, damit sie sich in eine weite, gefahrlose Sonnenumlaufbahn begeben. SpaceX hatte nach dem erfolgreichen Transport der beiden Mondlander jedoch keinen Treibstoff mehr für ein solches Manöver übrig.

Damit schließt sich die Falcon 9 einer Vielzahl anderer Raketen insbesondere aus dem letzten Jahrhundert an, die ebenfalls auf dem Mond einschlugen und dort als Mondmüll liegen. Zumindest erhoffen sich unter anderem Nasa und SpaceX von dem präzise vorhergesagten Aufprall Erkenntnisse zu den Auswirkungen von Einschlägen, die in Form von Asteroiden auch natürlicher Art sein können. Diese Informationen ließen sich zum besseren Schutz zukünftiger Unterkünfte und Einrichtungen auf dem Mond verwenden.


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