Aufrüstung im All: Russland soll Anti-Satelliten-Waffe ins All geschossen haben
Russland verlegt das Wettrüsten ins All: Das Land soll einen Satelliten gestartet haben, der andere Satelliten angreifen kann. Das sagt die US-Regierung.
Am 16. Mai habe Russland einen Satelliten in den Orbit gebracht, "bei dem es sich nach Einschätzung der Vereinigten Staaten mutmaßlich um eine Weltraumwaffe handelt, die vermutlich in der Lage ist, andere Satelliten in der niedrigen Erdumlaufbahn anzugreifen" , sagte Robert Wood, Vertreter der USA bei den Vereinten Nationen (United Nations, UN), in einer Rede vor dem UN-Sicherheitsrat(öffnet im neuen Fenster) .
"Russland hat diese neue Weltraumwaffe in dieselbe Umlaufbahn gebracht wie einen Satelliten der US-Regierung" , sagte Wood. Daneben befinden sich in dem niedrigen Orbit (Low Earth Orbit, Leo) auch viele weitere Satelliten, darunter Kommunikationssatelliten.
Wer rüstet im All auf?
Die USA und Russland werfen sich derzeit gegenseitig vor, im Weltraum aufzurüsten. Woods Rede stand im Zusammenhang mit einer von Russland in den UN-Sicherheitsrat eingebrachten Resolution gegen ein Wettrüsten im Weltraum, die jedoch scheiterte. Im April war Resolution der USA gegen Atomwaffen im All ebenfalls nicht angenommen worden.
Die mutmaßliche Weltraumwaffe war auch Thema bei einer Pressekonferenz des US-Verteidigungsministeriums. Der neue Satellit zeige ähnliche Merkmale wie jene beiden, die Russland 2019 und 2022 ins All geschossen habe, sagte Ministeriumssprecher Generalmajor Pat Ryder(öffnet im neuen Fenster) .
Ende 2019 hatte Russland den Satelliten Kosmos 2542 ins All geschossen. Dieser soll im Juli 2020 ein Objekt in den Weltraum freigesetzt haben, das nach Angaben der US Space Force Objekte im Orbit verfolgt. Nach russischen Angaben handelt es sich bei dem Satelliten um einen Inspektionssatelliten. Die USA werteten die Aktion als Waffentest im Weltraum .
"Das ist also etwas, das wir weiterhin beobachten werden" , sagte Ryder.
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