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So soll Bigelows Raumstation im Mondorbit aussehen.
So soll Bigelows Raumstation im Mondorbit aussehen. (Bild: Bigelow Aerospace)

Robert Bigelow: Aufblasbare Raumstation um den Mond soll 2022 starten

So soll Bigelows Raumstation im Mondorbit aussehen.
So soll Bigelows Raumstation im Mondorbit aussehen. (Bild: Bigelow Aerospace)

Der Hotel-Milliardär Robert Bigelow will schon 2022 eine Raumstation zum Mond starten. Um den Zeitplan halten zu können, fehlt aber noch die passende Rakete.
Eine Analyse von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Bigelow Aerospace ist die Raumfahrtfirma von Robert Bigelow, dem amerikanischen Besitzer einer Hotelkette. Für das Jahr 2022 hat sie jetzt angekündigt, eine entfaltbare BA 330 Raumstation in einen niedrigen Mondorbit zu starten. Das gab die United Launch Alliance (ULA) bekannt, mit deren Rakete der Flug stattfinden soll. Bigelow Aerospace hat bereits zwei kleine freischwebende Module erfolgreich getestet und im letzten Jahr ein Modul zur Internationalen Raumstation ISS gestartet.

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Das 20 Tonnen schwere BA 330 Raumstationsmodul besitzt eine flexible Außenhaut, so dass es kompakt gefaltet mit einer Rakete gestartet werden kann. Im Orbit soll es mit Hilfe von Luftdruck entfaltet werden. Mit 330 Kubikmetern hat es etwa ein Drittel des Volumens der ISS, bei einem Zwanzigstel der Masse - wenn auch ohne jede Einrichtung, Fracht, Besatzung und wissenschaftliche Ausstattung. Die BA 330 Module sind so konzipiert, dass sie wahlweise als eigenständige Raumstation fungieren oder an andere Module einer bestehenden Raumstation angedockt werden können.

Nach Aussagen von Bigelow Aerospace sind zwei BA 330 Module im Bau und stehen ab 2020 für einen Flug bereit. Zweifel am Zeitplan sind dennoch berechtigt, denn die nötige Rakete für den Start existiert noch nicht. Selbst die Falcon Heavy, deren erster Flug noch 2017 stattfinden soll, könnte nur rund 16 Tonnen in einen Mondorbit befördern. Das ist zu wenig für das BA 330. Deshalb soll die Raumstation mit einer Vulcan 562 Rakete und Aces Oberstufe der United Launch Alliance (ULA) gestartet werden. Die Rakete soll der Nachfolger der Atlas V Rakete werden, die derzeit mit dem russischen RD-180 Triebwerk fliegt und mit 74 Flügen ohne Fehlstart zu den zuverlässigsten der Welt gehört.

Die neue Rakete wird nicht rechtzeitig fertig

Beim Nachfolger soll das RD-180 durch ein amerikanisches Triebwerk ersetzt werden. Aber obwohl der erste Flug für 2019 geplant ist, steht die Wahl noch immer nicht fest. Das BE-4 Triebwerk von Blue Origin gilt als wahrscheinlichster Kandidat. Dessen Entwicklung erlitt aber im Mai einen Rückschlag, als die Fehlfunktion eines Triebwerks den Teststand so stark zerstörte, dass der Testbetrieb noch immer eingestellt ist.

Als Alternative gilt das AR-1 Triebwerk von Aerojet Rocketdyne, dessen Entwicklung nach Aussagen von Experten aber etwa zwei Jahre hinter dem des BE-4 liegt. Da beide Triebwerke unterschiedliche Treibstoffe benutzen, ist der gesamte Entwurf der neuen Rakete der ULA abhängig von der Wahl des Triebwerks. Entsprechend knapp ist der Zeitplan für einen ersten Flug der Vulcan im Jahr 2019. Aber selbst wenn der Flug pünktlich stattfände, wäre die Rakete noch nicht in der Lage, das BA 330 zum Mond zu bringen.

Nachtanken im Orbit soll die Nutzlast steigern

Für schwere Nutzlasten soll die Vulcan Rakete eine große, betankbare Oberstufe namens Aces bekommen. Die Entwicklung von Aces hat sich als so kompliziert herausgestellt, dass die Vulcan Rakete zunächst eine Version der alten Centaur Oberstufe der Atlas V verwenden wird. Nach aktuellen Angaben auf der Webseite der ULA und einer Veröffentlichung vom letzten Jahr, sollte der erste Flug von Aces frühestens im Jahr 2023 stattfinden. Das Jahr 2022 für den Start der Mondstation erscheint damit völlig unrealistisch.

Um die Nutzlast mit der Aces Oberstufe zu steigern, soll sie zunächst mit ihrer Nutzlast nur in einen niedrigen Erdorbit gebracht werden. Vor dem Flug zum Mond müsste die Stufe dann durch zwei Dockingmanöver mit zwei weiteren Aces Oberstufen vollgetankt werden. Diese Manöver sind gänzlich experimentell. Bisher wurden für die Betankung im Weltall ausschließlich lagerfähige Treibstoffe genutzt, die in einem breiten Temperaturbereich flüssig sind.

Aces benötigt aber flüssigen Wasserstoff und Sauerstoff, die aktiv im Orbit gekühlt werden müssen, um nicht zu verdampfen. Die Docking- und Tankmanöver müssten vor dem Start der ersten Nutzlast erprobt werden, um mögliche Fehler und Probleme zu finden. Und das in einem Zeitrahmen, der bisher einen ersten Flug im Jahr 2023 vorsah, während die angedachte Mission insgesamt drei Starts von Vulcan Raketen mit Aces Oberstufe benötigen würde.

Das alles steht im Widerspruch zur Aussage der Pressemeldung der ULA, nach der ein Start im 2022 "leicht möglich wäre, um die nationalen Pläne für eine Rückkehr zum Mond zu unterstützen".


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chefin 19. Okt 2017

ach herje Zum Glück haben die Apolloastronauten das nicht gewusst. Die wären auf der...

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pk_erchner 18. Okt 2017

natürlich heißt die Gru-Station und es laufen lauter kleine gelbe Männchen rum

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Crass Spektakel 18. Okt 2017

Das erinnert mich an einige Szenen aus einem Webcomic (die verschiedenen serien kommen...

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Frank... 17. Okt 2017

Darüber hatte ich damals ziemlich weit- und abschweifend im Podcast erzählt: http...

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