Aufbauspiel: Cities Skylines 2 bekommt nach langer Krise neue Entwickler

Der schwedische Spielepublisher Paradox Interactive stellt die Weiterentwicklung von Cities Skylines 2 neu auf. Wie das Unternehmen im offiziellen Blog(öffnet im neuen Fenster) mitteilte, übernimmt künftig Iceflake Studios, ein seit Jahren zu Paradox gehörendes Team aus Tampere, das Aufbauspiel.
Der bisher zuständige, unabhängige Entwickler Colossal Order zieht sich damit schrittweise aus dem Projekt zurück.
Im Blog heißt es zur jahrelangen Zusammenarbeit: "Unsere Partnerschaft mit Colossal Order gehört zu den längsten in der Firmengeschichte" , man habe "gemeinsam Außergewöhnliches erreicht."
Colossal Order verabschiedete sich mit dem Hinweis, dass die Reihe "ein prägender Teil unserer Studio-Geschichte" gewesen und man "zuversichtlich" sei, dass Cities Skylines 2 unter der Führung von Paradox weiter gedeihen werde.
Der Wechsel folgt einer langen Phase von Unruhe rund um das Spiel. Seit der Veröffentlichung im Oktober 2023 kämpft es mit Leistungsproblemen, KI-Fehlern und fehlenden Funktionen.
Im Herbst 2025 gab es zusätzliche Kritik aus der Community, weil trotz all der ungelösten technischen Schwierigkeiten die Erweiterung Bridges & Ports angekündigt wurde.
Cities Skylines 2: Fahrräder rollen noch
Viele Spieler empfanden den Zeitpunkt als unpassend. Die Stimmung in der Community verschlechterte sich weiter, weil bei den Konsolenfassungen weiterhin kein konkreter Erscheinungstermin absehbar ist.
Bis Ende 2025 liefert Colossal Order noch einige zugesagte Updates, darunter den sogenannten Bike Patch – er fügt Fahrräder als eigenständiges Verkehrsmittel hinzu. Dazu kommen Verbesserungen an der Simulation sowie die Betaversion des Asset-Editors.
Ab 2026 übernimmt Iceflake die Verantwortung für die technische Pflege, neue Inhalte, den Editor-Support und die Konsolenports.
Mit der Neuaufstellung will Paradox Vertrauen zurückgewinnen und die Serie langfristig stabilisieren. Entscheidend wird sein, ob Iceflake Studios die grundlegenden technischen Baustellen schließen kann, die den Ruf des ambitionierten, aber bislang holprigen Städtebau-Titels geprägt haben.



