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Auf Teslas Spuren: Volkswagen will beim E-Auto alles selbst bauen

Beim Tech Day 2023 hat Volkswagen angekündigt, alle zentralen Komponenten des Elektroantriebssystems seiner kommenden Autos selbst zu entwickeln.
/ Andreas Donath
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Thermomanagement von Volkswagen (Bild: Volkswagen)
Thermomanagement von Volkswagen Bild: Volkswagen

Volkswagen will seine Fertigungstiefe erhöhen und künftig neben dem Akku und dem E-Motor auch den Pulswechselrichter und das Thermomanagement seiner E-Autos selbst entwickeln. Das Ergebnis soll ein einheitliches Antriebssystem(öffnet im neuen Fenster) sein. VW verspricht sich davon Effizienz- und Kostenvorteile. Ähnlich verfährt auch Tesla.

Die Entscheidung, die Entwicklung dieser Komponenten in die eigene Hand zu nehmen, ist Teil von Volkswagens Ziel, Technologieführerschaft in der E-Mobilität zu übernehmen. Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen-Konzerns, sagte: "Dank der Größe und breiten Aufstellung des Konzerns sowie unserer Inhouse-Expertise können wir enorme Skalenvorteile heben."

Volkswagen entwickelte nach eigenen Angaben einen Pulswechselrichter, der in Hard- und Software von Grund auf neu konzipiert wurde. Das Baukastenprinzip soll es ermöglichen, die gesamte Bandbreite vom Einstiegsmotor bis zum Sportwagen mit 500 kW und mehr Leistung zu realisieren. Die Technik soll mit der nächsten MEB-Generation zum Einsatz kommen.

Integrierte Lösungen statt zahlreicher Einzelmodule

Beim Thermomanagement arbeitet Volkswagen an neuen Lösungen, die eine Vielzahl von Einzelmodulen und langen Schlauchverbindungen durch ein kompaktes, integriertes Thermomodul ersetzen sollen. Das Modul steuert die gesamte Klimatisierung einschließlich der Hochvoltakkus.

Durch die Abstimmung der Einzelkomponenten will Volkswagen eine Effizienzsteigerung von 20 Prozent erreichen – und die Kosten reduzieren.

VW Group Technology bündelt nach Unternehmensangaben nicht nur die konzernweiten Aktivitäten in den Bereichen Akku, Laden und E-Komponenten, sondern ist für die Konzernmarken der hausinterne Technologielieferant. Auch die Tochterunternehmen Powerco (Akku) und Elli (Laden und Energie) sind dort angebunden. Das Portfolio umfasst unter anderem die Einheitszelle, die ab 2025 in den Fahrzeugen des Volkswagen-Konzerns zum Einsatz kommen soll.


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